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Der eigene Homeserver Teil 5 : Webserver Apache

Kommen wir mit dem fünften Teil meines HowTo’s zu dem wohl interessantesten Teil, nämlich der eigene Webserver.

Ich gehe davon aus, dass die anderen Änderungen am System (Netzwerk, IP, Hostname) etc aus den vorherigen Teilen getätigt wurden.
Nun sollte man sich überlegen, ob der Webserver (wie der Name schon sagt) aus dem Web ansprechbar sein soll, und wenn ja, wie!

Im Normalfall hat ein jeder von uns sogenannte dynamisch zugewiesene IP’s, d.h. bei jedem Einwählen ins Internet haben wir eine andere Adresse, sprich unser Server ist nie unter der gleichen Adresse ansprechbar.

Da ein Server im allgemeinen jedoch eine feste Adresse/IP benötigt, gibt es hierfür sogenannte DynDNS, also dynamische DomainNameServer, welche immer unter einer festen Adresse ansprechbar sind und zur dynamischen IP umleiten, aber später NACH Einrichtung des Servers mehr dazu!

Fangen wir mal mit dieser Konsoleneingabe an:
sudo apt-get install apache2

Nach der Installation ist der Server bereits aktiv und bietet unter http://localhost bzw. http://127.0.0.1 auf Port 80 seine Dienste an.
Das Standard-Webverzeichnis des Indianers liegt unter /var/www, welches man zugunsten von mehr Sicherheit auch dort belassen sollte.
Es existiert eine Anleitung im Netz, in welcher dieser Ordner expliziet in den Ordner für allgemeine Freigaben verschoben wird, aber davon rate ich dringendst ab (Ihr erinnert Euch, Rechteverwaltung!)!

Sollte man reine HTML-Seiten anbieten wollen, wäre an diesem Punkt bereits das Ende erreicht, will man jedoch das volle Programm wie PHP, Perl, CGI, MySQL etc pp. nutzen (wird für ein WordPress-Blog alles benötigt), geht es mit der Installation von PHP weiter:
sudo apt-get install php5 libapache2-mod-php5 php5-mysql php5-cgi php5-gd php5-mcrypt

Mit dieser Eingabe werden sämtliche nötigen Pakete und Abhängigkeiten geholt und installiert.

Da WordPress z.B. darauf ausgelegt ist, “schöne” Adressen (Permalinks) zu bilden, benötigen wir noch das Modul mod_rewrite, welches dafür sorgt, dass Adressen umgeschrieben werden können:
sudo a2enmod rewrite

Aber nochmals: nicht benötigte Pakete/Module sollten auch nicht installiert/aktiviert werden!

Wenn wir die Umschreibung benötigen, müssen wir dieses dem Apachen auch noch mitteilen, dafür öffnen wir die Datei /etc/apache2/sites-available/default

In dieser ändern wir Einträge dieser Art

<Directory /var/www/>
                Options Indexes FollowSymLinks MultiViews
                AllowOverride None

wie folgt ab

<Directory /var/www/>
                Options Indexes FollowSymLinks MultiViews
                AllowOverride All

Nun starten wir den Indianer neu:
sudo /etc/init.d/apache2 restart

Jetzt haben wir einen funktionierenden Webserver, jedoch fehlt noch etwas, nämlich MySQL und PhpMyAdmin:
sudo apt-get install mysql-server phpmyadmin

ACHTUNG: Während der Installation wird nach einem Passwort gefragt – hierbei ist NICHT Euer Passwort gemeint, sondern das zukünftige Passwort für den Root-Account. Hier bitte daran denken, dass es um die spätere Verwaltung von Datenbanken geht, welche auch aus dem Internet ansprechbar ist – wählt also ein sicheres Passwort in Kombination aus Klein-, Großbuchstaben und Zahlen!

Nach erfolgter Installation könnt Ihr unter http://localhost/phpmyadmin bzw. http://127.0.0.1/phpmyadmin die Verwaltung aufrufen.
Login ist Root, Passwort habt Ihr während der Installation festgelegt!

Nun könnt Ihr Euch dem Thema ständige Erreichbarkeit des Webservers ein paar Gedanken machen (wie bereits am Anfang angesprochen).

Aufgrund der einfachen Einrichtung empfehle ich hier den Dienst Selfhost-FREE oder Selfhost-DOMAIN von Selfhost.de

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Das HowTo zum Webserver unter Xubuntu 8.04.1 LTS:

  1. Teil 1 : Vorwort
  2. Teil 2 : Grundinstallation
  3. Teil 3 : Fernwartung mittels SSH
  4. Teil 4 : Samba (4.1) und NFS (4.2) (Netzwerkfreigaben)
  5. Teil 5 : Webserver Apache2 (mit PHP5, CGI, MySql, PhpMyAdmin)
  6. Teil 6 : Mailserver (SMTP-Relay mittels Postfix)
  7. Teil 7 : FTP-Server

Ähnliche Beiträge:

  1. Der eigene Homeserver Teil 3 : SSH (Fernwartung)
  2. Der eigene Homeserver Teil 4.2 : NFS
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  4. Der eigene Homeserver Teil 2 : Grundinstallation
  5. Der eigene Homeserver Teil 4.1 : Samba

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