Schwerstverbrecher?
“Sie da auf dem Fahrrad, ANHALTEN!” schallte es gerade durch die Straße, bestimmend und sehr laut – war ja nur 22:45 Uhr, wo normale Menschen zu schlafen versuchen. Selbstverständlich war die Megafondurchsage voll und ganz berechtigt, denn zum einen kann man als Fahrradfahrer schonmal locker einem Streifenwagen entkommen, und zum anderen muss doch jeder mitbekommen, WIE GEIL DOCH DIE POLIZISTEN SIND!
Neugierig wie man ist, Vorhang zur Seite und Fenster auf.
Als ich herausschaute, hörte und sah ich, wie ein Fahrradfahrer von 3 Polizeibeamten sehr forsch aufgefordert wurde, sämtliche Tascheninhalte vorzuzeigen.
Als er dieses sehr mißmutig aber dennoch bereitwillig machte, wurde er anschließend von einem Beamten auch noch körperlich durchsucht – er fingerte selbst nochmal in sämtlichen Taschen herum.
Anschließend mußte er seine Personalien abgeben, welche sodann im Streifenwagen mittels Funk kontrolliert wurden.
Als auch dieses offensichtlich ohne Erfolg beendet war, wurde der “Beschuldigte” endlich aufgeklärt (in einem absolut unangepasstem Ton und äußerst agressiver Haltung ihm gegenüber), warum er denn angehalten wurde:
“Sie sind mit Ihrem Fahrrad auf dem Bürgersteig gefahren. Sind Sie noch unter 8 Jahre?”
Als er diese saudumme und provokante (obendrein sinnfrei und -lose) Frage verneinte:
“Sollten wir Sie nochmal ohne Beleuchtung auf dem Bürgersteig sehen, macht das 10 €!”
Er antwortete, dass er doch Beleuchtung an habe (Akkulampen), welche tatsächlich noch vorne und hinten leuchteten.
“Und wo sind die vorgeschriebenen Reflektoren in den Speichen? Das ist wie ohne Beleuchtung.”
Nach dieser Frage durfte er dann auch noch einen Alkoholtest machen.
Achja, während dieser ganzen Aktion stand der Möchtegern-Rambo rechts vom Fahrzeug mit der Hand an der Knarre!
2 Sachen habe ich noch vermisst, dann hätte ich zur hochauflösenden Kamera gegriffen, nämlich zum einen die DNS-Proben-Entnahme (so rein vorsichtshalber versteht sich), und der zusätzlich angeforderte Streifenwagen, wegen massivem Widerstand gegen die Staatsgewalt!
Na, das nenne ich doch mal ein typisch Strausberger Paradebeispiel für totalitäre Unverhältnismäßigkeit, Selbstprofilierung und zeitgleicher Demonstration von Stärke, wie man sie sich bei der Aufklärung von ECHTEN STRAFTATEN wünschen würde!
Der (oder die) Täter, welche mich seinerzeit überfallen haben, sind bis heute nicht ermittelt worden…….!
Ohne Worte…..
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