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Actros – Eine Fehlkonstruktion nach der nächsten

Gerade eben habe ich einige Telefonate geführt, um meiner Hoffnung gerecht zu werden, dass Anfang nächster Woche die Zusatzheizung wieder läuft – hat sich wohl geknickt!

Der der Zusatztank gefüllt war und ist, und die Zusatzheizung bis zum Schluß geheizt hat (bis sie sich selbst deaktiviert hat), ist definitiv KEIN Bedienungsfehler der Grund – vielmehr liegt es an den Temperaturen (!!!).
Das muss man sich mal reinziehen! Die Zusatzheizung soll bei tiefen Temperaturen die Boardheizung unterstützen, aber bei tiefen Temperaturen versagt sie regelmäßig! Der Grund ist hinlänglich bei Mercedes-Benz bekannt – doch trotzdem wird selbst in der dritten Generation des Actros der gleiche Müll weiter verbaut, nämlich viel zu kleine Dieselleitungen, welche ab -10°C aufgrund des viel zu kleinen Innenquerschnitts den nun zähflüssig werdenden Diesel nicht mehr befördern kann – sie friert sozusagen ein! Na tolle Wurst, dafür braucht man eine Zusatzheizung!

Eine weitere totale Fehlentwicklung ist die Isolierung – hier zieht es an allen Ecken und Kanten, sodass selbst die Zusatzheizung – sollte sie aus Versehen tatsächlich mal funktionieren – nicht für ausreichend warme Luft sorgen kann. Die Isolierung endet so ziemlich genau an sichtbaren Elementen – also der Bereich unter der Mittelkonsole (mit zahlreichen Durchgängen nach draußen), sowie der komplette Bereich unter dem Bett sind gänzlich unisoliert. Hier würde selbst eine 5kW-Zusatzheizung nichts daran ändern, dass der Fußraum gesundheitsgefährdend kalt bleibt, es dadurch richtig zieht.

Die Elektronik. Hier hat sich Mercedes-Benz einen wahren Geldsegen gesichert, denn diese sorgt zu 70% für alle anfallenden Fehler, welche nur in einer Mercedes-Benz-Fachwerkstatt behoben werden können. Es gibt nicht einen Fehler, welchen diese Elektronik nicht erfinden kann – ein einfacher Kabelbruch in der Türelektronik sorgt für schwerste Totalausfälle des kompletten LKWs.

Ich kann Fahrer nicht verstehen, welche so auf Mercedes-Benz versteift sind – diese Karre ist unausgereift, unkomfortabel, und wird seinem ehemaligen Ruf in keinster Weise gerecht. Hersteller wie Iveco/Scania machen es vor, wie zuverlässige Technik entwickelt wird, wie ein Fahrerraum funktionell und zuverlässig auszusehen hat. MAN möchte ich in diesem Zusammenhang nicht näher erwähnen, da ich von diesem Auto nicht wirklich eine andere Meinung habe. Hinzu kommt, dass ich bei MAN von sporadischen Fehlern wie “Kupplung Überlast” echt geheilt bin.

Aus Sicht des Fahrers sind deutsche Produkte im Nutzfahrzeugsektor trotz deutlich höherer Anschaffungs- und Wartungskosten nicht das, was sie versprechen.

So, jetzt kann ich Montag nur hoffen, dass die Temperaturen zum einen deutlich milder sind als derzeit, und dass zum anderen die dritte Werkstatt, welche ich heute angerufen habe, die Zeit findet, mir zumindest den Fehler aus der Elektronik zu löschen, damit die Zusatzheizung wieder gestartet werden kann.

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