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Beton-Autobahnen und Baustellen

In den letzten Jahren hat sich das Bild auf den deutschen Autobahnen massiv dahingehend verändert, dass die Pisten deutscher Autobahnen vermehrt aus Beton bestehen, und nicht mehr aus Asphalt.

Die Bauweise ist dahingehend günstiger, dass Brecheranlagen vor Ort den alten Untergrund mahlen, und Mischanlagen aus dem alten Fahrbahnbelag (oder aus der Unterschicht) den neuen mischen. Dadurch entfällt der kostenintensive Transport von Teer/Asphalt zur Baustelle.

ABER: Entgegen der öffentlichen Meinung ist Beton nicht auch gleich widerstandsfähiger und wartungsfreier als Asphalt. Beton nicht korrekt mit Dehnungsfugen versehen, bricht wesentlich schneller auf als jede Asphaltdecke.

So ist es bei Beton nötig, die Dehnungsfugen regelmäßig zu erneuern. Gerade im Bezug auf den sich nähernden Winter müssen diese Dehnungsfugen wasserdicht abgeschlossen sein, damit sich dort kein Wasser sammeln kann, welches bei Frost zum Bersten des Betons führen kann.

Aus diesem Grunde finden in Deutschland auch derzeit auf so ziemlich jeder Autobahn, welche aus Beton besteht, Wartungsarbeiten statt.

Ungeachtet der Ferienzeit und der großen Reisewelle wurden annähernd zeitgleich wichtige Autobahnabschnitte gegen jegliche Vernunft in ganz Deutschland auf zig Kilometern von mehreren Spuren auf nur 1 zusammengeführt – wer täglich die A1, A2, A4, A5, A9, A14, etc pp. fährt, kennt die Gründe der immer wiederkehrenden Staus!

Auf 15km Baustelle und nur einer befahrbaren Spur sieht man 3 oder 4 Arbeiter, meist zentriert auf 100m der gesammten Baustelle!

Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch noch zeitraubend, denn zum einen begreifen die Deutschen das Reissverschlußverfahren bis heute nicht, und zum anderen sind Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60 km/h pures Gift für jede Tourenplanung.

Auch gibt es zahlreiche Kollegen, welche bis heute nicht begriffen haben, dass ein Ausweichen auf eine NOCH befahrbare mittlere Spur nur dazu beiträgt, dass sich der Stau nochmal weiter in die Länge zieht, denn irgendwann müssen diese wieder auf die einzig noch freie Spur zurück, und dann bremsen diese Vollhonks alles bis zum Stillstand aus! Aus dieser Sicht bin ich übrigens als LKW-Fahrer FÜR ein striktes Überhol- und Vorbeifahrverbot für LKW, PKW m. Anhänger und Busse, und nein, es sind eben nicht nur die osteuropäischen “Freunde”, sondern auch die deutschen!

Naja, die A2 bietet von diesen Baustellen derzeit eine ganze Menge.
In Höhe Burg (bei Magdeburg) ist derzeit ebenfalls eine solche Baustelle, jedoch mit der Besonderheit, dass man hier auf 2 Spuren leitet, ohne zusätzlich (gelbe) Fahrspuren.

D.h., dass für die rechte Spur lediglich der Standstreifen zur Verfügung steht, welcher nur minimal breiter als ein normaler LKW ist.

Direkt daneben unbefestigter Grund, dann sofort Leitplanken.
Wer diese Strecke nachts und bei strömenden Regen fährt, hat als LKW-Fahrer ein Problem, denn man sieht kein rechtes Fahrbahnende mehr!

Aus diesem Grunde sieht man nun auch in der gesamten Baustelle Reifenspuren im Bankett, sowie durch LKW verbeulte Leitplanken!

Welcher Vollidiot plant zum einen solche Baustellen, und welcher noch größerer Vollidiot genehmigt solche “Baustellenabsicherungen”???
Das ist bereits grob fahrlässig sowas! Hier wird bewusst in Kauf genommen, dass durch mangelhafte Baustellenabsicherung und -leitung Verkehrsteilnehmer Schaden nehmen und Beschädigungen anrichten! Nicht auszudenken was passiert, wenn ein LKW mit den Reifen erst bis zu 20cm absumpft, und dann irgendwann nach links zurückgeschossen kommt, nachdem er sich die Reifen und die rechte Seite des kompletten LKW zerstört hat! Unverantwortlich!!!

Alles in allem sind Betonautobahnen unkomfortabel, wartungsintensiv und staufördernd durch die ständigen Baustellen.
Bei Regen fährt man durch eine Wand aus Wasser, weil dieses auf Beton Bäche bildet, man sieht dann auch kaum Begrenzungslinien, weil Beton zum starken spiegeln neigt, und dann diese dummen Dauerbaustellen – ich will wieder Asphaltstrecken, und zwar ausnahmslos!

Unterm Strich ist Beton mit Sicherheit auch nicht günstiger, denn eine vernünftig gezogene Asphaltspur mit vernünftigem Untergrund und ordentlicher Verdichtung hält erstmal ein paar Jahre, während Beton fast ständig gewartet werden muss.

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