Ich könnte ja schon wieder …
… kotzen, bzw mache ich das irgendwie schon!
Die Taschen sind gepackt, und was nicht kommt, ist eine Tour! Es gibt nichts, was noch noch nerviger ist, als zuhause darauf zu warten, dass endlich eine Tour geschickt wird, um sich zumindest etwas darauf einstellen zu können, wann und wie es weitergeht, ob und wann man nochmal schlafen gehen sollte, um nicht total übermüdet in die neue Woche zu starten!
Anruf in der Firma: “Könnt Ihr mir sagen, wann und wie es weitergeht?”
Firma: “Nö.”
Ich: “Nicht, dass Ihr mich heute abend dann noch in eine 13h-Schicht schickt, oder sogar noch länger!”
Firma: “Na dann leg Dich doch einfach nochmal hin.”
Na klar, soweit kommt es noch! Ich bin zuhause, und solange ich zuhause bin, ist der Rhythmus folgender:
1. morgens aufstehen, und
2. abends hinlegen!
Dementsprechend sind abends beginnende Touren entweder RECHTZEITIG anzukündigen, oder aber die Tour startet vormittags bis mittags!
Wenn der Auftraggeber nicht aus den Puschen kommt, ist das dem sein Problem! Sollte ich also ohne rechtzeitige Meldung heute abend erst losfahren müssen, wird die erste Tour gleich wieder unpünktlich unterbrochen, ganz einfache Kiste, denn die paar Stunden Wochenende verbringe ich im Sinne der Familie, und nicht im Sinne von Firma und/oder Auftraggeber!
Mag sein, dass Bereitschaftszeiten keine Arbeitszeiten sind, in welchen ich mich zur Verfügung halten muss, aber wach bin ich trotzdem, um Weisungen überhaupt entgegen nehmen zu können, und somit werde ich nach mehr als 12 Stunden auf den Füßen auch keine 15h-Schicht mehr runterreissen – da fahre ich maximal soweit, bis die Müdigkeit sagt “Schicht im Schacht”, und dann komme ich der Verpflichtung nach, immer nur dann zu fahren, wenn es die körperliche Verfassung auch zulässt.
Der §21a soll eigentlich ein Schutzparagraph sein – keine Ahnung, welchen Stoff unser Gesetzgeber geraucht hat, als er diesen Zusatz für Personal im Transportgewerbe verfasst hat, aber der glänzt ja eh seit Jahrzehnten durch Unfähigkeit, Weltfremdheit, Inkompetenz und Lobbyverbundenheit!
Da ich letzte Woche 59 Arbeitsstunden hatte, wird mein Auftraggeber sicher vollstes Verständnis dafür haben, dass ich die nächsten 16 Wochen auf maximale 45h pro Woche achte …
…und dieser verdammte LKW parkt jetzt sogar schon unter der Woche im reinen Mischwohngebiet!
*lach* Ich stelle fest: Ich brauche noch “Gefällt mir”-Buttons für Kommentare!