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Wenn die Logik aussetzt … dann wird´s logistisch

In der heutigen Zeit muss man sich zu einem gewissen Grad an sein Umfeld anpassen, sei es privat, oder auch beruflich.
Es sei denn, man steht auf Stress und Zoff, und das Umfeld geht einem direkt am Allerwertesten vorbei.

Wer sich für die zweite Variante entscheidet, sollte ein gesundes “LeckmichamArsch”-Gefühl haben, denn auf Dauer macht man sich damit keine Freunde (da sollte meine Firma mittlerweile ein Lied von singen können). Dieses LMAA-Gefühl ist in meiner Firma extrem ausgeprägt – sei es von Seiten des Büros, oder auch (notgedrungen) seitens der Fahrer.

Seit einigen Tagen sitze ich nun auf einem Sattelzug, und bis heute habe ich noch den Trailer dran, welchen ich auch abgeholt habe, und das ist auch ganz gut so. Ja, klar, die bisher transportierten Güter waren gewichts- und ladungssicherungstechnisch etwas anspruchsvoller, aber damit habe ich kein Problem. Ladungssicherung, wenn SELBST gemacht, rettet mir und meinem Umfeld im Ernstfall das Leben – von daher kraxele ich gerne quer über 25 Tonnen Spanplatten, um diese zu zurren.

Da 15 lumpige Gurte und 30 (noch lumpigere) Plastekantenschoner hierfür allerdings nicht ausreichen, habe ich mir noch eigene Gurte, Kantenschoner und Antirutschmatten ins Auto geworfen, um auch wirklich sicher sichern zu können, und da das alles auch eine Menge Platz in Anspruch nimmt, gehen für das ganze Zeugs nun eine große Blechkiste und zwei Plastekisten drauf, welche unmöglich in so ein popeliges Möchtegernstaufach einer Sattelzugmaschine passen. Warum auch – gesichert wird auf der Ladefläche, und nicht in der Sattelzugmaschine (auch wenn es dort mindestens ebenso angebracht wäre – Fahrkomfort ist bei einer SZM echt ein Fremdwort), und dementsprechend befinden sich die Kisten auf der Ladefläche. Da diese ein höllisches Gewicht haben (Ladungssicherungsmaterial wiegt enorm), bleiben sie auch dort, genau wie die Kotflügel der Antriebsachse, welche demontiert werden müssen, wenn man aufsattelt.

Nun soll ich heute in den Smörebröd-Trailer-Tausch-Scheiss eingebracht werden, also Trailer leerräumen und eine andere beladene Ranzhöhle aufnehmen – aber wohin nun mit dem ganzen Sicherungszeugs? Eine telefonische Nachfrage bei den achso kompetenten (logistikfremden) Büromenschen brachte keinen Erfolg, da die vermutlich noch nichteinmal wissen, wie schwer dieses Gelump ist, und wie groß LKW-Schutzbleche überhaupt sind – als Antwort kam nur “ins Auto”. Ja klar, ich schmeisse mir die Hütte mit dreckigem und stinkendem Zeugs zu, nur damit die auch weiterhin ihren geistigen Unfug treiben können – so sehe ich aus! Mal davon abgesehen, dass ich mir mit Sicherheit NICHT das Kreuz verrenken werde bei dem Versuch, eine knapp 100kg schwere Blechkiste auf 2m Höhe zu wuchten.

Naja, also am WE erstmal eine alte Sackkarre kaufen, auf welcher die Kisten dann festgenagelt werden, die man dann mit Gurten unter den Trailer zurren kann, denn Palettenkästen sind hier wohl Fremdwörter, und eine logische Lösung seitens der Firma wird es wohl auch in hundert Jahren nicht geben …

4 Kommentare zu „Wenn die Logik aussetzt … dann wird´s logistisch“

  • Stefan:

    Hallo. Das mit Trailer tausch ist eigentlich eine gute Sache, bis auf die ladungssicherung. da besteht die Gefahr das nichts gesichert ist wenn du den voll übernnehmen tust. aber der verlader ist auch fuer die ladungssicherung verantwortlich und kann haftbar gemacht werden. da musste ganz schoenen aufpassen. Hauptsache du wirst bei denen nicht überladen.
    LG Stefan

    • truckstop24.net:

      Genau das ist mein Problem, denn ich traue diesbezüglich niemandem über´n Weg.
      Und was Haftpflichten betrifft, so kräht da kein Hahn nach, wenn es mal in die Hose gegangen ist, unter unter 10Tonnen Spermüllschrott eine Kleinfamilie begraben wurde, dann war es nämlich wieder der Fahrer, der ja was weiss ich nicht noch hätte machen müssen, Verplombung hin, Verladerpflichten her.

  • Hallo, hier mal ein Tip für Deine Kotflügel. Wenn Du die nicht benötigst, weil Du aufgesattelt hast, kannst Du die auf dem Dach Deiner SZM unter dem Windabweiser mit Gepäckbändern (erhältlich im Baumarkt als sogenannte Gepäckspinne) befestigen. Wirst ja sicher nicht jeden Tag hunderte von Kilometern ohne Auflieger fahren. Dort sind sie sicher aufgehoben (auch vor Dieben) und Du hast sie dabei, wenn Du sie benötigst.
    Ist zwar ein bischen Kraxelei, aber Du hast ja siche auch eine kleine Leiter an Deiner SZM.
    LG Klaus

    • truckstop24.net:

      Ich habe den Megaspace, da habe ich kaum noch Spoilerwerk, und das wenige welches da ist, ist nicht hoch genug – die Idee hatte ich auch schon, aber trotzdem danke. ;)

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