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Solche Ladestellen sind es, …

… die man einem Neuling auf einem Sattel NICHT zumuten sollte. ;-)

Ich hatte heute in Köln gleich 3 Abladestellen – die ersten beiden gingen ja noch von den Platzverhältnissen, aber die letzte war in wahrsten Sinne das letzte! Handelshof, Rolshover Str. 229-231 in 51105 Köln – sollte ich diese Adresse jemals nochmal ansteuern müssen, melde ich mich zeitgleich neukrank!!!

Nicht nur, dass Köln aus der Sicht eines LKW irgendwie zu klein geraten ist, und Köln eine einzige Stauzone darstellt, nein, Köln hat auch noch massig Baustellen und Umleitungen, welche für uns LKW den Herzinfarkt bedeuten! Fragt mich nicht, wie oft ich mir heute gedacht habe “Scheisse!!! Das war enger als eng!”, denn ich durfte einmal eine Rundtour DURCH Köln machen, und habe sogar aus dem LKW die Altstadt gesehen, was nicht wirklich lustig ist.

Die besagte letzte Entladestelle ist eigentlich vom Areal her recht groß, nur die Ladezone eben nicht – hier wurden auf engstem Raume mal eben 6 Tore hingezaubert … im 90°-Winkel zur gerade mal 5m breiten Straße, auf welcher gegenüberliegend auch noch PKW-Parkplätze und Laternen sind – Schwierigkeitsgrad “MAX”!!! Pro Tor hat man eine Breite von 3m zur Verfügung – wäre ja in Ordnung, wenn man da nicht im 90°-Winkel ansetzen müßte! Und dann ist die Ladezone auch noch überdacht, sodass man nahezu blind fährt, denn durch die Sonne sieht man nichts mehr!

Dort, wo im Bild der grüne Lastzug zu sehen ist, stand zuvor ein anderer mit blauem Planensattel, obendrein schief, sodass ich noch weniger Platz hatte, um da rein zu kommen.

Die lieben “Kollegen”, welche alle nach mir gekommen waren, hielten sich in ihren Fahrzeugen auf und warteten (genau wie ich zuvor), dass eine Rampe frei wird – keiner von denen hielt es für nötig, mal seinen fetten Arsch aus der Kanzel zu bewegen (genau wie der grüne dort), und mir seine Augen zu leihen, während ich zuvor bei jedem einzelnen geholfen habe – das Beobachten, wie sich ein Neuling abkurbelt, scheint wichtiger gewesen zu sein – sowas nenne ich Kollegenschweine, und das sind die Deutschen, und nicht die Polen, Russen, Tschechen, oder wo sie auch immer herkommen – die springen immer raus und helfen!

Naja, so kam es dann auch, dass ich dem besagten Planensattel dann ein Andenken verpasst habe. :|
Nichts wirklich schlimmes – eher ein optischer Makel, aber dennoch ein Schaden.

Als ich direkt danach in der Firma anrief und dieses meldete, wurde dort zu meiner Verwunderung weder ein Aufriss gemacht, noch großartig diskutiert – ich sollte dem Fahrer lediglich unsere Kontakdaten nennen, und eine Firma, welche auf unsere Kosten den Schaden repariert.

Klar, ich habe mir heute mehrfach sagen lassen müssen “shit happens”, und “wo gehobelt wird, da fallen Späne”, aber ärgern tut mich das trotzdem wie Sau! Nicht, weil ich es auch erst lernen muss, sondern weil ich schon gefühlte 100x herausgesprungen bin um nachzuschauen, aber offensichtlich einmal zu wenig.

Die Platzverhältnisse dort sind echt das allerletzte, und ich frage mich, ob solche Rampen aus heutiger Sicht überhaupt noch zumutbar sind!
5000qm Lagerfläche, aber bloss keinen Platz für die schaffen, die die 5000qm mit Waren füllen sollen – bei sowas kommt mir die Galle hoch!
Das ist noch schlimmer als das PKW-fahrende Volk, welches uns täglich (und meist grundlos) verflucht, aber ohne uns weder Autos, Sprit noch sonstigen Lebensbedarf hätte!

Und wenn dann auch noch eine Firma sich so verhält, die durch den Umschlag von Waren überhaupt erst existiert, darf man sich echt nicht mehr wundern, dass es mit der Wirtschaft bergab geht! Diese Ladestelle werde ich zukünftig verweigern, denn man versaut sich dort massig Lenkzeit, bis man endlich an der Rampe steht, und die Betriebsgefahr DURCH diese Rampe ist schlichtweg zu groß – man fährt dahin, um Geld zu erwirtschaften, und nicht, um es mit beiden Händen durch Schäden aus dem Fenster zu werfen!

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6 Kommentare zu „Solche Ladestellen sind es, …“

  • Stefan:

    naja, ist ja noch ein kleiner schaden und ein wunder das der noch sein spiegel dran hat. habe letztes jahr im berliner westhafen mir ne riesen beule ins silo geschossen, hatt nicht mehr viel gefehlt bis zum loch, ist nicht das erstemal da passiert, das ist allgemein bekannt bei mir in der firma, aber es wird ja nichts dagegen gemacht. und wen du nach einweiser fragst da wirste nur angemotzt. und das schärfste war, mein fuhrparkleiter hat mich gefragt ob das beim reinfahren oder beim rausfahren passiert ist, da frage ich mich echt, was hat der in der firma zu suchen. aber trotzdem teile ich deine meinung zu sonen abladestellen. die sollten mal richtig boykotiert werden und keine ware bekommen bis da fernünftiege rampen mit viel rangierplatz sind. schade das das bürohaus bei denen noch steht, ist auch nicht viel platz da.

    • truckstop24.net:

      Man sieht es auf den Bildern nicht so gut, aber zwischen Trailer und Bürowand sind nochmal 20cm “Schutzplanke”, um denen nicht die Wand einzureissen – natürlich aus massivem Metall, und schön auf Radnabenhöhe, damit man sich auch wirklich alles kaputtfahren kann!

      Die Andockpuffer sind 20cm zu tief angebracht, … – ich fange schon wieder an, mich über die aufzuregen :roll:

      Irgendwo war ich schon erstaunt, dass es “nur” ein Stückchen Plane war, und nicht gleich Kernschrott – aber: mit meinem Hängerzug wäre das nicht passiert! :razz:

  • Jan:

    Mir hat das erste Bild gereicht um den Kunden zu erraten…
    HARMLOS! Sei froh, dass Du kein Frigo fährst. Auf der Rückseite des Gebäudes gibt es dann noch die Metzgerei. Selbst mit dem Motorwagen muss mann da aufpassen, dass man sich nicht die Reifen aufschlitzt bzw. die Gebäudeecke mitnimmt. Oder den Bereich um den linken Scheinwerfer verliert. Ist genauso eng wie vorne, nur halt nach 50m rückwärts noch rechts ums Eck an die Rampe. Rechts Gebäude, links scharfkantiger Bordstein gefolgt von Mauer. Aber: es gibt echt einige Künstler (ernstgemeint!) die dort den Sattel dranzirkeln. Diesen Kollegen zolle ich tiefsten Respekt.
    Aber im Laden siehts auch nicht besser aus. Wenn die hinten mal wieder kein Leergut haben muss ich durch den Laden nach vorne. Ist genau so eng und kürmelig wie die Rampen…
    Der andere in Köln ist dagegen das Paradies. Da schafft man es dann nicht an die Rampe weil man zu viel Platz hat :oops: .

    Und Köln allgemein. Muss man kennen, dann ists ganz einfach. Innere Kanalstr. die Brücke passt auf der jeweils ganz linken Spur trotz 3,60m Durchfahrtshöhe, Ansonsten immer über Millitärringstrasse oder am Rheinufer lang.
    Und wo hast Du in Köln Stau? Wenns nicht gerade gekracht hat ziehe ich die Innenstadt der Autobahn vor, auch im Berufsverkehr. Geht schneller.

    Ich hab nach mittlerweile mehr als zwei Jahren Nahverkehr mich mit dieser Scheissstadt langsam aber sicher arrangiert. Selbst an dieser unbedeutenden Kapelle am Bahnhof kann man mit grossem Motorwagen bequem halten und abladen.

    Im Saisongeschäft hab ich mit dem grossen Auto (Wechselbrückenzug/Frigo) nur die grossen Kunden, langsam aber sicher geht aber das Kleinzeug wieder los. Nur Motorwagen, dafür aber 6-10 Kunden Köln und Umgebung. Und bis die Dispo begriffen hat wo ich hinkomme und wo nicht… Jedes Jahr mehrmals das gleiche Spiel. Aber wem erzähl ich das…

    Grüsse von dem der sich jetzt in sein eigenes Bett legt :razz:
    Und ausschlafen kann weil Urlaub… :cool:
    Und der sich mehr als zwei Jahren erfolgreich bei Kündigungsandrohung weigert Sattel zu fahren :razz:
    (Gut, es gibt keinen ausser mir der gerne Anhänger fährt…)
    Jan

    • truckstop24.net:

      Na dann erstmal einen schönen erholsamen Urlaub gewünscht. ;-)

      Jo, die andere Stelle ist Urlaub gegen die abgelichtete, denn da war ich ja auch.
      Die Militärringstrasse bin ich auch gefahren … flüssig ist was anderes, aber was solls, einen anderen Weg gab es nicht. Ich habe meine 3 Stellen in Köln auch ohne Autobahn zurückgelegt, und mir dabei fast 3x eine neue Kühlerfigur zugelegt, wäre dann mit dem Versicherungslieblingsspruch “Kam von rechts” begründet worden. :mrgreen:

      Die Deutzer Brücke war dann auch nochmal etwas haarig (bzw die Baustelle davor), da sie dann doch recht eng gehalten ist. Mehrere Durchfahrtsverbote mußte ich missachten, bei so ziemlich jeder Oberleitung habe ich Bauchschmerzen aufgrund der “Höhe” dieser bekommen, und LKW sind in Köln mindestens genauso beliebt wie Cholera und Pest zusammen. :razz:

      Erwähnte ich schon, dass ich meinen Hängerzug wiederhaben will? Mit dem hätte mich das alles nicht gejuckt … :lol:

  • Kati:

    Countdown läuft, eine Stunde noch dann geht’s in den Freitags-Wahnsinn auf der AB. Ich wünsche Dir mit Deinem neuen “Freund” ;-) , der so an Dir hängt, nicht übel nehmen!, noch gute Fahrt und hoffe, dass Du es schafftst nach Hause zu kommen. Freie Fahrt und ein hoffentlich schönes Wochenende – Kati :smile:

  • Nervtoeterin:

    einfach nur klasse und das gebe ich als Kölnerin gerne zu.
    Was die LKWs und die Innere Kanalstraße betrifft: *seufz* und ja, das Rheinufer ist noch immer am schnellsten um durchzukommen.

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