Archiv für die Kategorie „Basteliges“
Her mit den Aufklebern!
Zwiebacksäge goes digital
Der Tacho einer jeden Simson war schon immer etwas besonderes!
Er zeichnet sich dadurch aus, dass er in den meisten Fällen (eigentlich fast immer) viel zu viel anzeigt, dass die Tachonadel extrem schwankt, und nach kurzem Betrieb (<1.000km) komplett den Dienst verweigert, da dann so ziemlich jedes verantwortliche Teil verschlissen ist.
Häufigster Grund ist der Tachomitnehmer in der Gehäuseplatte – der wird mittlerweile in der Bucht schon mit Gold aufgewogen.
Da das Fahren ohne Tacho mit einem Moped, was theoretisch 60 km/h schafft, nicht nur nervig ist, sondern auch rechtliche Konsequenzen haben kann, musste Ersatz her – ich habe mich für einen 0815-Fahrradcomputer aus dem LowCost-Segment entschieden, wie er überall für unter 10 Euro hinterhergeschmissen wird.
Problem dabei ist jedoch, dass so ein Moped keine Speichen hat, an welchen der Magnet üblicherweise befestigt wird – also war wiedereinmal Bastelstunde angesagt.
Man nehme:
1x Rundstangenalu
1x Handsäge
1x Schleifbock
1x Gewindeschneider
1x Schraube plus Unterlegscheibe
und fertig ist der Magnethalter.
Das Rundstangenalu auf das passende Maß gesägt, beidseitig Löcher gebohrt, auf beiden Seiten ein Gewinde reingeschnitten, ein Loch durch die Felge gebohrt, den Rotz da dran geschraubt, in diesem noch schnell den Radumfang von 1435mm gespeichert, und fertig ist der Bordcomputer der Zwiebacksäge – funktioniert tadellos.
Achja, den möglichen Topspeed hat meine Zwiebacksäge leider nicht geschafft …
Moped Simson
Zum einen: Ich lebe noch. ![]()
Zum anderen: Ich bin wieder mobil.
Da ich meinen Dicken ja schon seit langer Zeit im “Ökoschlaf” halte, quasi künstliches Energiekoma (bei den Spritpreisen brauche ich kein Auto!!!), und der Turbotrecker mangels ausreichendem Nutzen ja vor einiger Zeit abgeschafft wurde, war ich bis auf meine berufliche Tätigkeit Fußgänger.
Ein Umstand, der in keinster Weise akzeptabel war – also musste kostengünstiger und zugleich spaßgarantierter Ausgleich her!
In früheren Tagen bin ich bereits neben dem Auto auch Moped gefahren – hier bin ich eigentlich immer der Marke Simson treu geblieben, da diese zwar muckig wie ein störrischer Esel ist, aber auch alles ohne Fachwerkstatt gewartet und repariert werden kann. Ausserdem konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass mich selbst ein sportlich motivierter Radfahrer überholen kann, da die neueren Mopeds ja nur noch 45 km/h fahren dürfen.
Simson war zu DDR-Zeiten zugelassen auf 60 km/h, und nach der Wende hatte dieses Gefährt Bestandsschutz, sodass man auch heute noch vollkommen legal nur mit dem PKW-Führerschein (oder auch mit der Klasse M) mit 60 km/h fahren darf (da Motor max 50ccm).
Ich hatte schon eine Simson s51, welche ich mir damals von Grund auf neu aufgebaut hatte (war der gößte Fehler, das Teil wieder abzugeben), und auch bereits eine SR50, bekannt unter dem Namen “Nonnenhocker”, welcher sich heute im Westen der Republkik größter Beliebtheit erfreut. Das war eine 6V-Ausführung.
Nun habe ich erneut einen Nonnenhocker, in der 12V-Auführung, eins der letzten Modelle.
Zwecks Transport von Kleinigkeiten habe ich mir nun noch einen originalen Heckgepäckträger organisiert, und dort ein kleines Topcase draufgeklatscht. An der rechten Seite habe ich auch noch einen Gepäckträger – fehlt jetzt nur noch einer für die linke Seite, sowie zwei abnehmbare Transportboxen für diese Gepäckträger.
Das Teil macht Laune ohne Ende – man sieht zwar regelmäßig aus wie eine Sau, weil mal wieder die Zündkerze zu heiss geworden ist, oder sich der Vergaser verstellt hat, aber was solls, damit kann ich bestens leben.
Nun wisst Ihr, womit ich derzeit meine knappen Wochenenden verbringe (nebem dem Nitroverbrenner).
Achja, cooles Kennzeichen, oder? ![]()
Ich will die Simme übrigens komplett zustickern – wer also noch Folienaufkleber herumzuliegen hat, immer her damit! Vollkommen egal, welches Motiv – danke!
Wiederbelebt
Ich vermelde erfreut: ES LEBT WIEDER!
Mein Renner hat nun eine neue Servoplatte, eine neue Vorderachse und den neuen Motor verpasst bekommen, und schnurrt wieder wie ein Kätzchen. ![]()
Hier das Beweisvideo, mitten in der Einlaufphase des neuen Motors:
Der neue Motor läuft sehr gut!
Nach dem Einlaufenlassen des Motors (mit 2 kompletten Tankfüllungen) habe ich ihn selbstverständlich erstmal ordentlich eingefahren (junge Stuten wollen ja auch zugeritten werden)
– nach 3 weiteren Tankfüllungen und massig Zuschauer auf dem Parkplatz wurde es dann aber leider zu voll für Vollgas – das nächste Wochenende kann kommen.
Nach der Reparatur ist vor der Reparatur
Wie im vorherigen Artikel ja schon gezeigt, hat mein Renner einen neuen Motor verpasst bekommen.
Er rannte gut, sehr gut sogar – ich hatte einen Mordsspaß.
Alles lief prima, bis ich meine Position veränderte, und nicht mehr als “Hinderniss” im Weg stand, und als Schmankerl sich plötzlich ein Hinterreifen von der Felge löste, und der Renner dadurch unkontrollierbar wurde – an untenstehendem Bordstein (siehe die roten Einschlag- und Schleifspuren) zerschellte der Ferrari.
Ergebnis:
Servoplatte krumm, Stabi gebrochen, Achsaufhängung abgerissen, Spurstange krumm, und diverse Kleinteile
Und somit einmal neue Servoplatte bitte.
Und hier noch das vorerst letzte Fahrvideo, kurz bevor er erst Crashcar, und dann Hubschrauber spielte:
Vatertag
Es ist Feiertag, Christi Himmelfahrt, oder auch bekannt unter Herrentag oder Vatertag, und selbstverständlich lässt die Firma die Fahrer draussen stehen – war ja auch nichts anderes von der Bude zu erwarten!
Da ich mir das aber schon fast gedacht hatte, habe ich mir sämtliche Teile für meinen Verbrenner in den LKW geschmissen, um den defekten Motor zu erneuern und diesen dann auch einlaufen lassen zu können.
Ich habe mir eine ruhige Seitenstraße in Eching herausgesucht, direkt neben einem Möbelmarkt, der einen prima asphalttierten parkplatz bietet.
Leider leider hat es bei der ersten echten Fahrt auch gleich den Frontflügel in tausend Teile zerlegt, aber was soll´s, das gehört vermutlich dazu, und der Rest ist ja ganz geblieben.
Das Teil hat eine super Straßenlage und geht ab wie ein Zäpfchen. ![]()
So, und jetzt baue ich erstmal den den Motor um, denn bei der letzten Fahrt ist die Krümmerhalterung abgerissen, und dann geht´s weiter – vielleicht finde ich ja noch eine bessere Position für das Kamerahandy …
Das Maß ist voll!
Lieber Arbeitgeber, am besten bereitest Du schonmal die betriebsbedingte Kündigung vor, denn ab nächste Woche wirst Du an meinereiner keinen Spaß mehr haben – das Maß ist schon lange voll, aber jetzt läuft´s über!
Ich will und kann nicht mehr.
Die Tourenplanung ist keine Planung, sondern hilfloser Versuch unwissender!
Die Disposition ist nicht mein Freund, sondern mein Feind!
In anderen Firmen ist die Dispo rund um die Uhr erreichbar – in Deiner Bude noch nichteinmal tagsüber!
Ich fahre noch immer mit der Minimalistischhütte für Lilliputaner herum – versprochen war nach 4-6 Wochen ein Megaspace.
Lohnzahlung ist bei Dir auch nur reine Glückssache – würde ich Lotto spielen, wäre die Wahrscheinlichkeit die richtigen Zahlen zu nennen vermutlich größer, als sich auf das arbeitsvertragliche Datum zu verlassen!
Wochenenden beginnen FREITAGS, und nicht in der Nacht von Samstag zu Sonntag, und finden auch nicht im LKW statt, sondern ZUHAUSE!
Das LKW-Telefon betrachte ich mittlerweile als Terroristen – weil Deine Dispo zu unfähig ist, geht der Auftraggeber mittlerweile regelmäßig mir auf die Nüsse, und das zu den unmöglichsten Tages- und Nachtzeiten.
Der Gesetzgeber verlangt 11 Stunden Tagespause, gekürzt 9 Stunden – danach möchte ich dann auch bitte beschäftigt sein, und nicht nochmal weitere 9 Stunden abhängen und auf besseres Wetter warten, um dann total übermüdet eine Tour zu starten!
Genau wie Deine Dispo, hat auch der Auftraggeber von der Materie null Peilung.
Und da Deine Dispo, genau wie die des Auftraggebers von Durchschnittsgeschwindigkeiten ausgehen, welche fern jeglicher Realität liegen, zeige ich Dir ab nächste Woche, wie weit man kommt, wenn der LKW nur 80 km/h fährt, VERSPROCHEN, denn ich habe von Dir, Deiner unfähigen Dispo und dem Auftraggeber die Schnauze gestrichen voll!
Meine Gesundheit kannst Du mit nichts aufwiegen, und diese geht mir persönlich vor! Ich mache es jetzt mal so wie Du – was geht mich fremdes Elend an!
Du und Deine Firma seit mittlerweile schlimmer als alle Weck+Poller und RTS zusammen – unfähig, arrogant und massiv gesundheitsgefährdend, obendrein konsequent verlogen, und das muss ich mir echt nicht mehr geben.
Ich bin ein Mensch, und genau so möchte ich auch behandelt werden – Sklaverei wurde in diesem Lande vor laaaanger Zeit abgeschafft!
Wenn der Platz nicht reicht
Ich fahre ja nun seit geraumer Zeit wieder einen heissgeliebten Pisspott, also einen Daimler Actros mit kleinem Fahrerhaus, bei welchem Daimler der Meinung ist, dass die Größe für den Fernverkehr vollkommen ausreichend ist.
Dementsprechend hat diese Minimalistischhütte auch Einschränkungen bei den möglichen Staufächern. Wenn man den LKW mit allem ausstattet, was so gefordert ist (2 Feuerlöscher, ADR-Koffer, Arbeitsschutzschuhe, Pannenzubehör), und auch mit dem, was so mancher Auftraggeber fordert (z.B. einen topmodischen und absolut überflüssigen Helm), und dann auch noch die Sicherungsmittel wie Spanngurte und Spannschlösser dazu nimmt, sind spätestens mit dem Bordwerkzeug, den diversen Holzklötzen und dem Wagenheber beide Seitenstaufächer voll bis zur Kante.
Dramatischerweise nimmt man das zuvor aufgeführte Gerödel meistens nur dann in die Hand, wenn man es bei Kontrollen vorweisen soll, und wenn es wirklich mal benötigt werden sollte, klemmt es garantiert an irgendetwas anderem fest – also raus mit dem ganzen Scheiss, aber wohin damit?
Wie auf dem obigen Bild zu sehen ist, habe ich mir eine alte BW-Funkerkiste (auch bekannt unter Dekonterminierungskiste, oder Futterkiste) an den Rahmen geschraubt. Diese ist zum einen um ein vielfaches günstiger als eine mit gleichen Maßen käuflich zu erwerbene Staukiste für LKW, und zum anderen auch wesentlich leichter zu montieren – ich habe sie für schmale 40 EUR in der Bucht geschossen, inkl. Versand versteht sich.
Eine Staubox in der Größe fängt an bei 160 EUR, und nimmt gelegentliche Stöße von aussen meist mit einer abfallenden Klappe hin. Auch ist die Befestigung dieser recht problematisch, da man immer eine zusätzliche Halterung benötigt, denn flache Kanten werden von den meisten Herstellern auf Biegen und Brechen vermieden.
Nunja, all das Gerödel, welches man nur extrem selten anfasst, findet nun aussen Platz, in einer wasserdichten und massiven Stahlkiste, und den Großteil der Staufächer habe ich nun für mich. Man muss sich eben nur zu helfen wissen.













