Facebook

Archive
Links:

Archiv für die Kategorie „Berufiges“

Strausberger Amtswillkür geht in die nächste Runde

So, wie bereits erwartet, ist, bleibt, und wird auch zukünftig die Stadtverwaltung Strausberg auf ewig kleinkariert, selbstherrlich, und vor allem uneinsichtig sein!

Soeben (wie jeden Tag mehrmals) beim LKW gewesen, um nach dem Rechten zu schauen, und zack, da hängt es, das neue Zusatzschild!

Ich habe mit dieser Aktion gerechnet, keine Frage, zumal bis heute der Bußgeldbescheid ausgeblieben ist – aber bestätigt es doch, dass man im Strausberger Amt, oder auch Stadtverwaltung Strausberg, unfähig ist, Fehler einzugestehen, und es dort nicht die Bohne interessiert, was Bürger dieser Stadt betrifft, wie schwer diese überhaupt Ihr Geld verdienen – ist halt auch nur eine dumme und selbstverliebte Verwaltung, welche den Stempel “LKW-feindlich” verdient!

Hier wird das eigene Ding durchgezogen, auf Biegen und Brechen, möge kommen was will, ohne Rücksicht auf Verluste – Hauptsache, das eigene Ego wird gestreichelt!

Und da wundern sich die werten Damen und Herren, dass sie von allen Seiten angegriffen werden – ja wie kann man denn auch anders bei solchen Aktionen?!?!
Selten habe ich so eine verblendete und intern verseilte Verwaltung erlebt, wie hier in diesem unsäglich bekloppten Kaff!
Kein Wunder, dass das Durchschnittsalter hier immer größer wird und die jungen fluchtartig das Weite suchen – bei einer solchen Führung ist es das beste, was man machen kann!

Ich freue mich schon auf den Tag, an welchem die Bauarbeiten zum Altstadtcenter beginnen, und hier zig LKW reinrollen (und zwangsweise auch mal Pause machen müssen)!

Gute Laune im Arsch, aber so richtig …

Strausberg, hier wollen andere noch nichteinmal tot über´n Zaun hängen, und ich lebe hier – was hat mich damals bloss geritten … ?

Ich könnte ja schon wieder …

… kotzen, bzw mache ich das irgendwie schon!

Die Taschen sind gepackt, und was nicht kommt, ist eine Tour! Es gibt nichts, was noch noch nerviger ist, als zuhause darauf zu warten, dass endlich eine Tour geschickt wird, um sich zumindest etwas darauf einstellen zu können, wann und wie es weitergeht, ob und wann man nochmal schlafen gehen sollte, um nicht total übermüdet in die neue Woche zu starten!

Anruf in der Firma: “Könnt Ihr mir sagen, wann und wie es weitergeht?”
Firma: “Nö.”
Ich: “Nicht, dass Ihr mich heute abend dann noch in eine 13h-Schicht schickt, oder sogar noch länger!”
Firma: “Na dann leg Dich doch einfach nochmal hin.”

Na klar, soweit kommt es noch! Ich bin zuhause, und solange ich zuhause bin, ist der Rhythmus folgender:
1. morgens aufstehen, und
2. abends hinlegen!

Dementsprechend sind abends beginnende Touren entweder RECHTZEITIG anzukündigen, oder aber die Tour startet vormittags bis mittags!
Wenn der Auftraggeber nicht aus den Puschen kommt, ist das dem sein Problem! Sollte ich also ohne rechtzeitige Meldung heute abend erst losfahren müssen, wird die erste Tour gleich wieder unpünktlich unterbrochen, ganz einfache Kiste, denn die paar Stunden Wochenende verbringe ich im Sinne der Familie, und nicht im Sinne von Firma und/oder Auftraggeber!

Mag sein, dass Bereitschaftszeiten keine Arbeitszeiten sind, in welchen ich mich zur Verfügung halten muss, aber wach bin ich trotzdem, um Weisungen überhaupt entgegen nehmen zu können, und somit werde ich nach mehr als 12 Stunden auf den Füßen auch keine 15h-Schicht mehr runterreissen – da fahre ich maximal soweit, bis die Müdigkeit sagt “Schicht im Schacht”, und dann komme ich der Verpflichtung nach, immer nur dann zu fahren, wenn es die körperliche Verfassung auch zulässt. ;)

Der §21a soll eigentlich ein Schutzparagraph sein – keine Ahnung, welchen Stoff unser Gesetzgeber geraucht hat, als er diesen Zusatz für Personal im Transportgewerbe verfasst hat, aber der glänzt ja eh seit Jahrzehnten durch Unfähigkeit, Weltfremdheit, Inkompetenz und Lobbyverbundenheit!

Da ich letzte Woche 59 Arbeitsstunden hatte, wird mein Auftraggeber sicher vollstes Verständnis dafür haben, dass ich die nächsten 16 Wochen auf maximale 45h pro Woche achte … :razz:   :mrgreen:

truckstop24.net bloggt micro / Microblogging on Facebook

Viele alltägliche Dinge poste ich mittlerweile nicht mehr hier im Blog, sondern auf Facebook.

Das geht einfach schneller und unkomplizierter. ;)
Wer das nicht verpassen will, liked am besten gleich hier links in der Sidebar, oder direkt auf der Seite.

Keine tolle Woche

Also die letzte Woche war ja mal – bescheiden ausgedrückt – nicht so pralle!
Nicht eine Tour konnte in der vorgegebenen Zeit beendet werden, der neue Diesellieferant hat eine unmögliche Tankstellenliste, mit der man unterwegs kaum planen kann (auch die Dichte der Zapfsäulen in Deutschland ist bei weitem nicht so wie beim vorherigen), und Schlaf habe ich auch sehr wenig abbekommen. Ich habe diese Woche streckenweise schon Probleme bekommen, mir selbst noch die übrigbleibende Lenkzeit zu berechnen, weil die Touren sich zum einen bereits in der Auftragsliste gestapelt haben, und zum anderen die Touren über mehrere Schichten gingen.

Ich möchte garnicht wissen, was letzte Woche so alles in meiner Firma abgegangen ist, denn ich war nicht der einzige Fahrer, der Touren um die Ohren geballert bekommen hat, die weit jenseits von Gut und Böse waren, die offensichtlich mit Dartpfeil auf Deutschlandkarte “geplant” wurden.

Wenigstens kann ich heute mein langes Wochenende nehmen, um das gekürzte vorherige wieder gutzumachen.
Derzeit tendiert meine Lust zu diesem Beruf gegen null, denn normal ist anders!
Wenn ich nicht haargenau wüßte, dass nicht meine Firma Schuld an dieser beschissenen Tourenplanung ist, sondern der Auftraggeber selbst, hätte ich schon längst den Pisspott ausgeräumt – aber ich habe noch Hoffnung, dass das wieder normale Züge annehmen wird.

Zu der Parkgeschichte in Strausberg ist bisher noch nichts weiter geschehen, aber das TV hat bereits Interesse bekundet – mal abwarten, ob und was daraus noch wird. ;)
Die ganzen Printmedien haben (wie erwartet) garnicht reagiert, will man doch der Stadtverwaltung wohlgesonnen bleiben, und sowas könnte einem ja was versauen, zumal es ja um die verhassten LKW geht – da setzt man dann wohl doch lieber auf allgemeinpopuläre und dumme Feindbilder, denn Reportagen über gesetzesuntreue LKW-Fahrer kommen eben immernoch besser an, als Reportagen über Probleme, die die LKW-Fahrer haben!

Ihr habt mich erwischt

Liebe PKW-Fahrer, ja, ich gebe es zu, Ihr habt mich erwischt, ich mache das alles nur, um Euch zu ärgern.

Ich fahre LKW, nur um Euch zu ärgern.
Ich rangiere mit Absicht so langsam, nur um Euch in Eurem Freiheitstrieb zu bremsen.
Ich überhole absichtlich mit nur 1 km/h, damit Ihr Eure Hupen, Nebel- und Fernlichter endlich mal ausprobieren könnt.
Ja, besser noch, ich EXISTIERE nur dafür, dass Ihr ein Feindbild in Euren Köpfen aufrechterhalten könnt, welches Ihr aus Presse, Politik und Automobilclubs vorgekaut bekommt.

Ach, Ihr boykottiert den Fachhandel bereits, und kauft deshalb nurnoch bei eBay und sonstigen Onlineshops ein? Prima, ich bin stolz auf Euch, denn DHL/Hermes/UPS/DPD/GLS und wie sie alle heissen, kommen natürlich mit Ihren Sprintern direkt vom Onlinehandel extra zu Euch!

Waren auf die Schienen? Ihr meint dieses übersubventionierte Relikt aus der analogen Zeit, als Pakete/Päckchen und sonstiges sperriges Gut noch locker 2 Wochen unterwegs waren, als es noch an jedem deutschen Bahnhof Lager gab, an denen Ihr Euer Zeugs selbst abholen konntet, weil die Heimzustellung sonst zu teuer geworden wäre?
Na dann nennt mir mal die Petition, in welcher eine Schienenanbindung eines jeden deutschen Einzelhändlers gefordert wird – ich bin der erste, der sie mitzeichnet, nur um Eure dummen Gesichter zu sehen, wenn Ihr nachts kein Auge mehr zukriegt, denn so ein Güterzug ist dann doch noch etwas lauter, als 100 LKW in Kolonnenfahrt!

Ihr nennt uns Mautflüchtlinge, wenn wir mal die Autobahn verlassen (müssen), denn ab und zu wohnt Ihr leider in irgendwelchen Kacknestern, welche nur über Schotterpisten aus Vorkriegszeiten zu erreichen sind, aber weil es dort so schön günstig ist, und die Kommune Euch so toll unterstützt, lasst Ihr Euch dort gewerblich nieder – hier wären Luftbrücken wie im kalten Krieg vermutlich sinnvoller – Luke auf, und raus mit dem Scheiss – denn auch wir LKW-Fahrer können uns besseres vorstellen, als uns den Bock vollzustauben, und uns auf einem 5000qm großen Grundstück rückwärts über rechts durch eine 2,70m breite Toreinfahrt quetschen zu müssen!
Ein Bau direkt neben der Autobahn hätte vermutlich einige Probleme von Anfang an beseitigt, aber wir Deutschen neigen ja bekanntlich zu hirnrissigen Aktionen, und somit müssen wir wohl alle damit leben.

Aber wo wir gerade bei Mautflüchtlingen sind, und es dem Staat nicht schnell genug gehen kann, endlich auch auf 4spurigen Kraftfahrstraßen Maut zu kassieren – die wahren Mautflüchtlinge sind die FIRMEN (und NICHT die Fahrer), welche mit purer Absicht LKW einsetzen, die weniger als 12Tonnen zulässige Gesamtmasse haben, also überwiegend nur auf 11,99Tonnern , 7,5Tonnern (mit Anhänger), Planen-/Pritschentransportern und Sprintern setzen.
In den letzten Jahren hat sich das Bild auf deutschen Autobahnen extrem gewandelt – klar fahren noch “echte” LKW auf diesen, aber die Masse sind mittlerweile alle zuvor aufgezählten Varianen, also die, die (noch) von der Mautpflicht befreit sind.
Und um Vorurteilen gleich entgegenzuwirken, es sind überwiegend die osteuropäischen Länder, die mit solchen Geschossen die Autobahnen unsicher machen, und vor der extrem überteuerten Maut flüchten!

Um mal ein Beispiel zu nennen, wieviel ein 40Tonner so an Maut ausmacht: ich bin mit meinem Euro5-LKW in 5 Monaten bisher ca 45TKm gefahren (also noch recht wenig), und bis jetzt sind bereits über 5.500,- € an Maut entrichtet worden – bei den Löhnen in den osteuropäischen Ländern, den dortigen Betriebs- und Treibstoffkosten rechnet es sich, anstelle von einem 40Tonner zwei oder drei 12Tonner loszuschicken – hier müsste der Staat mal ansetzen, und nicht immer bei den ganz großen, denn die ächzen schon seit Jahren unter der enormen finanziellen Belastung.

So, genug über die deutsche Verblendung und Dummheit gekotzt – in 20 Stunden muss ich Euch ja schließlich schon wieder auf den Sack gehen, Euch behindern, Euch nötigen, Euch das Leben schwer machen … :razz:

Wenn die Milch im Fahrzeuginneren gefriert …

… wird es Zeit, dass Sibirien aus dem Fahrzeuginneren verbannt wird!

Derzeit haben wir draussen Temperaturen, welche absolut lebensfeindlich sind, die einem meist bei Kleinigkeiten übel treffen, die eigentlich selbstverständlich sind.

Selbst so Kleinigkeiten wie das Verstauen von Lebensmitteln im Innenraum eines LKW sollte bei diesen Temperaturen wohl überlegt sein.
So sind nicht nur die Aussenstaufächer absolut tabu (es sei denn, man hat tiefgefrorene Lebensmittel dabei), sondern auch das Schubfach unter der unteren Liege in einem Actros sollte man sich 3x als Lagerort für Lebensmittel wohl überlegen, denn auch dieses führt trotz Heizung im Inneren die sibirischen Aussentemperaturen, sodass so Dinge wie Milch plötzlich nurnoch als Lutschobjekt zu geniessen sind.

Dabei muss diese noch nichteinmal im Kühlfach liegen – nein, beim Actros reicht das Fach direkt daneben voll und ganz aus.

Beim Actros befindet sich direkt hinter der Schublade, in welchem sich das Kühlfach befindet, ein riesengroßes Loch in der Rückwandverkleidung, welches direkt mit einer Zwangsbelüftung nach aussen verbunden ist – im Sommer soll diese Öffnung wohl das Kühlfach in der Funktion unterstützen. Diese Öffnung ist jedoch sowas von lächerlich “abgedichtet”, dass man sich diese “Abdichtung” auch gleich ganz hätte sparen können!

Auf den unteren Bildern sieht man die Holzabdeckung zu diesem Fach, welche als Auflage für die Matraze dient, und dann auch die Lüftungsöffnung bei herausgezogener Schublade, und, wie ich dieses Loch abgedichtet habe. Die graue Matte habe ich mir seinerzeit bei einem Lüftungsbauer besorgt – sie dämmt und isoliert zugleich.

Zwar zieht es hier im Pisspott auch noch durch andere Ecken und Öffnungen, aber zumindest ist das Schlafen durch die ungesunde aufsteigende Eiskälte sowie das erste Füße aus dem Bett schwingen und dabei keinen Zug abzukriegen jetzt gewährleistet.

Also manchmal möchte ich denen in Hamburg nurnoch vor die Füße kotzen

Es gab mal Zeiten, da bin ich echt gerne für meinen Auftraggeber gefahren – die Touren stimmten, die Pausen auch, und auch die Wechselbrücken waren quer durch die Bank vernünftig gewartet.

Seit geraumer Zeit jedoch macht es keinen Unterschied mehr, wessen Namen auf den Dreckskoffern stehen – ob nun gelbe, blaue, graue oder weiße koffer – mittlerweile ist auch mein Auftraggeber nicht mehr wirklich besser.

Die Touren gehen meist immer ans Maximum des erlaubten, und leider auch noch darüber hinaus, weil entweder die Gesetze nicht mehr interessieren, oder aber schlichtweg Hauptschulabgänger 8. Klasse den Job der Disposition übernehmen – keine Ahnung. Wenn man da als Fahrer nicht aufpasst, hat man ruckzuck die Schichtzeit überzogen, denn darauf vertrauen, dass die Disposition schon weiss was sie tut, kann man nicht mehr!

Arbeitszeiten interessieren dort eh niemanden mehr, und auch die Wartung der Wechselbrücken ist in der Qualität stark zurückgegangen. Waren früher die Stützbeinlager noch gut geschmiert und leichtgängig, hat man heute nach 1x umbrücken bereits Muskelkater, weil Fett offenbar zu teuer geworden ist, und sollte man mal eine frischgeschmierte Wechselbrücke erwischen, muss man aufpassen, dass einem das Stützbein nicht gleich in die Fresse schlägt, weil überall die Endanschläge entfernt werden.

Gerade eben Ankunft beim Kunden – geplant war Ankunft 4 Uhr, 2 bis 3 Stunden Entladung, und dann ab in die Pause.
Der Kunde dann so: “Und Du nimmst dann die Retouren für xxx mit, hat Hamburg so gesagt”

Ich wusste von nix, meine Firma auch nicht (sonst hätte ich ja Info darüber bekommen), und dann nannte er mir die Abfahrszeit: 15 Uhr!

Ohne groß nachzurechnen, musste ich erstmal spontan lachen und ihn fragen, ob nun er, oder Hamburg mich gerade verarschen will, denn es war klar, dass ich vor 8 bis 9 Uhr nicht vom Hof kommen werde. Von 9 Uhr bis 15 Uhr sind 6 Stunden – für eine Tagespause dann doch etwas zu wenig, selbst bei Kürzung (was ich eine Tour vor der Wochenendtour definitiv nicht tun werde) fehlen noch immer 3 Stunden.

Naja, nun bekomme ich also Rückladung, weiss nachher nicht, wo ich hier mitten in Berlin-Tempelhof den Bock zum Pausemachen abstellen soll, und mein Auftraggeber darf sich sicher sein, dass er mich mal da kann wo nie die Sonne scheint, denn Termin ist, wenn ich da bin, und das düfte mindestens 5 Stunden später sein, als denen lieb ist, denn wann ich meine Pause kürze, entscheide letztenendes immernoch ICH, und niemand sonst!

 

Winterdiesel

Die nebenstehenden Suchbegriffe belegen, dass der (sibirische) Winter nun in Deutschland angekommen ist, und viele (mich eingeschlossen) Probleme mit den tiefen Temperaturen haben.

Der Grund ist einfach:
In Deutschland wird von Mitte November bis Ende Februar sogenannter Winterdiesel angeboten, welcher per hinzugefügter Additive eine niedrigere Filtrierbarkeitsgrenze (Nutzbarkeit) besitzt.

Hintergrund ist das Ausscheiden von Paraffinkristallen im Diesel, was bei niedrigen Temperaturen naturgemäß stattfindet. Mit diesen zusätzlichen Additiven wird diese Grenze weiter abgesenkt, damit weder Leitungen noch Filter zugesetzt werden. Dieses ist dann der Winterdiesel, welcher nach der EN590 festgelegt und bis -20°C nutzbar ist. Allerdings waren die Temperaturen in den letzten Tagen teils bis zu -27°C, und da macht dann auch der Winterdiesel schlapp.

In noch kälteren Regionen als Deutschland, zum Beispiel die skandinavischen Länder, gibt es zusätzlich dann auch noch den sogenannten “Polardiesel” – dieser erlaubt die problemlose Nutzung des Diesels bis -44°C.

Die Filtrierbarkeitsgrenzen sind allerdings auf die Nutzung von Dieselmotoren ausgelegt, nicht aber auf dieselbetriebene Standheizungen!
Da diese meist nur eine hauchdünne Zuleitung besitzen, und die tatsächlichen Nutzbarkeitsgrenzen meist um die 5°C höher liegen als angegeben (in DE also -15 bis -12°C), flockt der Diesel aufgrund des deutlich kleineren Leitungsquerschnitts und der daraus resultierenden Angriffsfläche in diesen Leitungen schon deutlich früher, und führt damit zu Fehlversagen von Standheizungen, da die kleinen Miniaturschrittpumpen es nicht mehr schaffen, den zähen Diesel bis zur Standheizung zu pumpen.

Aber auch dagegen gibt es Abhilfe:

  1. Premium Dieselsorten tanken, wie ARAL Ultimate Diesel o.ä., bei welchen die Nutzbarkeitsgrenze garantiert bis auf -24°C abgesenkt ist, oder
  2. genau berechnete Menge an Fliessverbesserern für Diesel, mit welchen die Nutzbarkeitsgrenze abgesenkt werden kann

Bei dem zweiten Punkt ist jedoch zu beachten, dass die Zugabe VOR dem Einsetzen des Flockens stattfindet – bereits paraffinierter Diesel vermischt sich nur schlecht bis garnicht mit Fliessverbesserern. Hier muss der Diesel dann erst angewärmt werden.

Besonderes Ärgernis sind die Standheizungen von Daimler in den Actros-Serien!
Nach dreimaligen Versagens der Standheizung riegelt die Bordelektronik die Standheizung komplett ab, sodass ein Besuch in der Werkstatt unumgänglich ist, um diese wieder freizuschalten.

Sollte der Motor bei tiefen Temperaturen versagt haben bzw kein Gas mehr annehmen, ist der zusätzliche Tausch des Dieselfilters ebenso unumgänglich.
Hierbei ist darauf zu achten, dass der Motor bis zu 30 Minuten IM STAND laufen muss, um sich anschließend zu entlüften, unabhängig vom Modell!

Früher, als beim Anwerfen eines Diesel die Umgebung noch zugeräuchert wurde, konnte man die Nutzbarkeit des Diesel durch Beigabe von Benzinkraftstoff erreichen – hiervon ist bei der heutigen Motorentechnik DRINGENDST abzuraten, weder PKW, noch LKW werden dieses schadfrei überstehen!

Totaler Realitätsverlust im Strausberger Ordnungsamt!

Erstmal vorneweg, eine Frage zu Verordnungen und Gesetzen:
Sind diese bindend, wenn ordentlich beschlossen und in Kraft gesetzt?
Also nach meinem Rechtsverständnis ist ein Nutzungs- und Bebauungsbeschluß zu einer Fläche eindeutig und schlüssig, wenn aussagekräftig formuliert.

Wenn ein rechtskräftiger Beschluss also besagt, dass eine bestimmte Fläche ein Mischgebiet ist, ist es per Definition ein Mischgebiet und kein Wohngebiet, oder was auch immer, was einem gerade in den Kram passt, oder? Mit anderen Worten, ein solcher Beschluss lässt keinen Spielraum für Ansichten, Meinungen und Auslegungen, die einem Mischgebiet widersprechen, denn es ist per Beschluss (rechtskräftig) bis auf weiteres ein Mischgebiet.

Auch ist es vollkommen uninteressant, ob die Fläche bereits bebaut ist, oder nicht – auch die Art der Bebauung, welche zuerst auf dieser Fläche stattfindet, sagt nichts gegenteiliges zu einem Beschluss, selbst wenn es ein reines Wohnhaus wäre!

Das Ordnungsamt Strausberg, in diesem Falle recht realitätsfremd vertreten durch Frau Ute Stensch, hat da jedoch so ihre eigene MEINUNG dazu, und neigt leider zur totalen Selbstüberschätzung, indem sie diese Meinung (und mehr ist es auch nicht) auch noch als rechtens vertritt!

Lest selbst – ich habe mich vorhin fast gekringelt vor Lachen! Sowas soll zu entscheiden haben, was Recht ist – gute Nacht Strausberg! :lol: :lol: :lol:

Es erklärt sich von selbst, dass ich nun den Bußgeldbescheid abwarten muss, um sodann Klage einzureichen, denn diese typisch Strausberger Amtsidiotie spiele ich nicht mit!

Es ist mir absolut SCHEISSEGAL, was manche Sesselfurzer gerne hätten – wir leben in einem organisierten Staat, und auch für Behörden haben Verordnungen, Gesetze und Paragraphen bindende Rechtskraft, und das wird auch Strausberg lernen!!! Nur gut, dass ich noch massig Resturlaub habe. :mrgreen:

Daimler und die Kälte – 2 Welten treffen aufeinander

Der Actros ist einfach kein Winterauto!
Kaum setzen Temperaturen von unter -10°C ein, wird es der Standheizung schlichtweg zu kalt, und “friert ein”.
Grund: Diesel parafiniert bei Minusgraden, und diese Flocken verstopfen dann die Zuleitung zur Standheizung, bzw die kleine Pumpe schafft es dann nicht, den Diesel durch die hauchdünne Leitung zu pumpen.

Gut, man könnte jetzt sagen, “dann wärm den Diesel doch einfach auf, danach geht´s wieder”, was im Keime ja auch zutrifft, aber Daimler ist der Meinung, dass die Standheizung dann nicht mehr einzuschalten gehen darf, und der LKW erstmal in die Werkstatt ans Diagnosegerät muss!

Da fragt man sich doch ernsthaft nach dem Sinn einer Standheizung!!!
Daimler ist dieses Problem schon seit dem MP2 bekannt, aber durch die ganze Serie hindurch bis zum Ende des MP3 hat Daimler diesen Schrott weitergebaut.

Dabei wäre eine Abhilfe so einfach gewesen! Zu zeiten des MP2 war Biodiesel unheimlich beliebt, da er günstiger war als herkömmlicher Diesel – dementsprechend war die Standheizung immer mit einem 10Liter-Zusatztank ausgestattet, denn die Standheizung verträgt keinen Biodiesel. Man hätte lediglich einen solchen Zusatztank in die Nähe der Abgasanlage/der Kühlanlage des Motors verbauen brauchen – nie wieder parafinierter Diesel und versagene Standheizungen! Aber das wäre ja zu einfach gewesen – ausserdem hätte es bedeutend weniger Einnahmen durch den Service bedeutet – nein, Fahrerfreundlichkeit ist da definitiv nicht erwünscht.

Dann ist da diese Schubalde, in welcher sich das Kühlfach befindet.
Das Kühlfach funktioniert genauso wie ein Kühlschrank zuhause, also mit einem Kompressor und einem Wärmetauscher.
Kloppt Ihr zuhause ein Loch in die Wand, damit der Wärmetauscher auf der Rückseite kühle Luft bekommt??? Nein? Daimler schon!
Direkt unter der Liege ist die größte Kaltklimazone des ganzen LKW – aus jeder Ritze zieht es saukalt herein – selbst durch die Matratze steigt die Kälte hoch.
Hier hätte man ganz easy eine Klappe einbauen können, denn im Winter braucht das Kühlfach definitiv keine externe Luftzufuhr! Aber so verstopft man das (ausgeschaltete) Kühlfach mit Klamotten, und stellt seine Füße auf eine Fleece-Arbeitsjacke, um der Kälte von draussen entgegen zu wirken.

Auch das EBS (elektronisches Bremssystem) ist einfach nur ein Witz!
Kann man bei jedem anderen Hersteller von Nutzfahrzeugen das EBS im Winter deaktivieren, ist es bei Daimler fest und nichtdeaktivierbar im System integriert. EBS bedeutet, dass bei softigem Bremsen NICHT die Betriebsbremse genutzt wird, sondern zuerst Zusatzbremssysteme wie der Retarder greifen, welche lediglich die Antriebsachse eines LKW bremsen – das ist auf vereisten Straßen höchst fatal!!!

Daimler, ein “Auto” zum Abgewöhnen – da hilft auch der Stern im Kühlergrill nicht weiter!!! Ich habe keine Ahnung, was andere Fahrer an diesem Pisspott so toll finden – das Teil ist unverhältnismäßig laut, absolut schweinisch im Verbrauch, hat eine total hirnrissige Automatik, es ist voll die STASI-Kiste (da alles an Daimler direkt übermittelt wird), und ist absolut idiotisch geplant und durchdacht!