Weihnachtsgruß und so
Wie Ihr ja alle wisst, geht mir Weihnachten tierisch auf den Nerv – aber nichts desto trotz wünsche ich all meinen Lesern (auch denen, die mich mal dort können, wo nie die Sonne scheint) ein frohes Fest und so´n Zeug.
Nichts wert
Letztes Wochenende hatten wir (wie viele Firmen) von unserem Auftraggeber die Order, über das Wochenende draussen zu bleiben, mit der Zusage, für das gekürzte Wochenende dafür in dieser Woche einen Tag früher nach Hause zu kommen,
Allerdings machte mir neben meiner Unwilligkeit hierfür auch die enormen Kopfschmerzen einen Strich durch die Rechnung … eigentlich war ein Arztbesuch schon längst überfällig, da ich seit 3 Wochen die Tage nur noch mit massig Schmerztabletten überstehe.
Also nervte ich meine Dispo, dass ich über das Wochenende nach Hause muss, um Montag endlich mal einen Arzt aufsuchen zu können.
Naja, mein Auftraggeber popelte eine Tour zusammen, die mir eigentlich noch weniger passte … Polen.
Da es aber laut meiner Firma die einzige Möglichkeit war, irgendwie zumindest in die Nähe der Heimat zu kommen, sagte ich dieser Tour zu.
Ich erhoffte mir dadurch, endlich zum Arzt zu kommen.
Zuhause auf den letzten Drücker angekommen, stellte ich dann jedoch fest, dass ich Montag bereits so früh los musste, dass ein Arztbesuch nicht drin war – also wiedereinmal der Gang in die Apotheke und Schmerztabletten für eine ganze Woche gekauft, um überhaupt fahren zu können.
War also alles für die Katz der ganze Stress, und die Wochenendpause obendrein gekürzt.
Gestern stand ich dann mal wieder 30 Stunden lang in Hamburg herum, und ich rätselte bereits, wie die mich von Hamburg aus nach Hause kriegen wollen, als dann die neue Tour reinkam … Ankunft zuhause Heiligabend nicht vor 15 Uhr!!! Vielen Dank lieber Auftraggeber für die Einhaltung von Zusagen, die offensichtlich nichts wert sind!
Naja, eine SMS in meine Firma brachte dann zumindest noch eine Änderung dahingegend, dass ich Heiligabend so gegen vormittag zuhause bin, allerdings wieder mit über 20 Stunden Standzeit dazwischen.
Dass ich dieses Weihnachten nicht gerade gut auf den Auftraggeber zu sprechen bin, dürfte damit auch klar sein, denn so eine vermurkste Tourenplanung wie dieses Jahr habe ich echt selten erlebt.
Auf der Suche nach anderen Blogs (ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich der einzige Fahrer bin, der derzeit aus dem Kotzen nicht mehr herauskommt) habe ich dann diesen Beitrag gefunden – man achte auf die Kommentare, wo offensichtlich ein Disponent der Meinung erlegen ist, Kraftfahrer wären keine Menschen – das passt derzeit echt gut zu meiner Laune … aber nein, ich kneife mir einen dortigen Kommentar – man muss nicht jedem Hirni mitteilen, was man von ihm hält, zumal der Kollege dort alles im Griff zu haben scheint.
Jedenfalls bin ich reif für Urlaub – ich bin heilfroh, dass bisher das große Winterchaos ausgeblieben ist.
Alle Jahre wieder …
… kommt irgendwann die Zeit, welche öffentlich als die besinnlichste Zeit des Jahres bezeichnet wird. Am Arsch, von wegen besinnlich!
Also für mich ist es die stressigste Zeit des Jahres, da die Leute wie die bekloppten im Netz Geschenke ordern, natürlich 5 Minuten vor der Angst, damit die Paketdienste auch so richtig ins Kotzen kommen!
Warum zum Geier wartet Ihr Deppen bis auf den letzten Drücker?
Momentan ist echtes Chaos angesagt! Ich bin für den nationalen Fernverkehr eingestellt, mit der Zusicherung, jedes Wochenende zuhause zu sein. Derzeit jedoch muss ich Angst haben, Heiligabend überhaupt zuhause zu sein, nur weil in der letzten Woche plötzlich das Paketaufkommen ins Unermessliche steigt, und überall Fahrzeuge und Fahrer fehlen, die das auffangen könnten.
Auch sind plötzlich Auslandsfahrten angesagt, zu welchen man regelrecht gezwungen wird, nur um den plötzlichen Bedarf der Versandhäuser sicherzustellen.
Weihnachten ist der letzte Schrott! Stress, Chaos, und Verzicht auf alles, damit der eh schon bequeme Deutsche auch zu Weihnachten schön seinen Allerwertesten im Sessel lassen kann, und dann hinterher maulen kann, wie abgrundtief schlecht und unzuverlässig doch die Paketdienste sind …
Schafft Weihnachten ab! Weihnachten ist menschenfeindlich und extrem gesundheitskomprimitierend für die Fahrer der Paketdienste, denn diese haben zu dieser Zeit nicht nur den dreifachen Stress und die doppelte Arbeitszeit (bei gleichem Lohn), sondern auch noch Urlaubssperre, und bekommen von allen Seiten Feuerwerk.
Intelligente Verkehrsleitführung auf der A2 bei Magdeburg
Ich bin ja kein Freund von dieser “intelligenten Verkehrsleitführung”, da diese meist weder intelligent, noch logisch ist!
So ist es keine Seltenheit, dass man nachts so ziemlich alleine auf der A2 unterwegs ist, weit und breit kein PKW zu sehen ist, man aber trotzdem mit 70 km/h hinter einem übermüdeten Kasachen hertingelt, weil man ihn dank “intelligenter Verkehrsleitführung” mit LKW nicht überholen darf. Das schont weder die Nerven, noch Treibstoff!
Letztens gab es erneut einen Aufreger auf der A2, genauer gesagt am Kreuz Magdeburg.
Kurz vor dem Kreuz wurde plötzlich dank “intelligenter Verkehrsleitführung” die linke von drei Spuren gesperrt, und was das zur Rushhour bedeutet, dürfte jedem klar sein! PKW und Spurräumen – 2 Welten treffen aufeinander!
Als ob das aber noch nicht genug wäre, wurde plötzlich auch noch die mittlere Fahrspur gesperrt – spätestens jetzt war Chaos angesagt, und ein jeder Kollege über Funk spekulierte, was das wohl für eine Baustelle sein mag.
Plötzlich (nach 10km Stau) wurde es auf einmal sehr sehr laut über CB-Funk … mir wären ja fast die Ohren abgefallen bei den Ausdrücken, welche ich dort zu hören bekam! Ich sage nur, dass der Bediener dieser “intelligenten Verkehrsleitführung” nicht lebend und in einem Stück aus dieser Nummer herausgekommen wäre, wäre er vor Ort gewesen, und dass seine Familie ihn nicht mehr in einem offenen Sarg hätte aufbahren können!
Der Grund für die Sperrung der beiden Spuren war eine nichtexistente Baustelle! Ihr habt richtig gehört! Es gab ganz genau KEINEN Grund, gleich zwei Spuren zu sperren! Weder Stunden zuvor, noch im späteren Verlauf war dort eine Baustelle, Unfall oder ähnliches!
Für kein Geld dieser Welt …
… würde ich folgendes Gerät fahren!
Weder die Zugkombination in Verbindung mit einem Möchtegernschlepper, noch diese Firma wären Grundlage für ernsthafte Überlegungen! NEVER!!!
Na ganz toll
Diese Woche habe ich eine Belehrung bekommen, dass ich mich doch bitte an die LuRz halten möge – diese ständigen 5-10 Minuten-Überziehungen seien auf Dauer nicht akzeptabel.
Hm, was antwortet man seiner Firma in einem solchen Fall am besten?
Dass es teilweise bei der grottenschlechten Tourenplanung des Auftraggebers unumgägnglich ist?
Dass der Auftraggeber dann doch bitte dafür Sorge tragen möchte, dass der tatsächliche Ablauf auch dem geplanten entsprechen möge?
Dass ich dann zukünftig mich auf den Höfen hinstellen werde und sage “Nö, mach ich nicht! Ich soll hier beladen werden und nicht komplett umbrücken?”
Es gibt zahlreiche gute Gründe, warum eine geplante Tour nicht aufgeht, sei es die tägliche Parkplatzsuche, die mittlerweile schon eine Stunde vor Fälligkeit beginnt, um dann doch irgendwo im Acker/in einer Zufahrt/auf dem Standstreifen zu stehen, oder aber eine nicht einkalkulierte Pause, eine Ladeverzögerung, oder aber Kunden wie der auf dem nachfolgenden Bild!
Zum einen ist der Hof scheisseeng, zum anderen obendrein durch diverse Bauschuttcontainer zusätzlich verengt.
Aber das beste ist, dass genau in Höhe der Hinterachse eine Regenmulde und ein Absatz vorhanden sind!
Dadurch ist es unmöglich, in einem Arbeitsgang die Brücke aufzunehmen und zur Seite zu stellen, da ich den hinteren Teil mit dem Motorwagen nicht ausreichend angehoben bekomme, damit die Stütze freihängt.
Mein Arbeitsauftrag war hier “Entladen, und anschließend Leergut aufnehmen.” Man hatte mir dafür ausreichend Zeit einkalkuliert, jedoch war hier eigentlich erstmal eine 45er Pause angesagt.
Tatsächlich durfte ich hier aber komplett umbrücken, da man die zu sehenden Brücken bereits vorgeladen hatte!
Ergo war es Essig mit Pause, denn zum einen ist der Hof nicht gross genug (andere wären dann nicht mehr rein und raus gekommen), und zum anderen trampelten bereits die IKEA-Fatzken, dass ich doch bitte in die Spur kommen möge.
Wie man sieht, hat diese Stelle 7 (!!!) Tore. 2 sind durch die beladenen WAB belegt, und die zwei links daneben waren durch Sattel belegt – ergo sind noch 3 Tore gewesen. Allerdings ist dieser Kunde ein Sonderexemplar vom Extrawurstbraten, und somit sollten meine mitgebrachten WAB an genau die zwei Tore gestellt werden, an welchen bereits die vorgeladenen WAB stehen. Das heisst, den Anhänger und die WAB vom Motorwagen erstmal irgendwo zwischenparken.
Gesagt, getan, ich habe mir meine Lücke dafür gesucht.
Das Aufnehmen der ersten vollen WAB war jedoch ein Problem für sich, da ich durch besagte Mulde die WAB nicht angehoben bekommen habe. Also musste ich erst die vorderen Stützen der WAB komplett einklappen, um dann den Motorwagen vorne komplett aubzusenken. Dadurch bekam ich hinten dann den benötigten Zentimeter, um auch dort die Stützen einzuklappen. Jetzt konnte ich die erste WAB zur Seite stellen, um dann die Stützen wieder auszuklappen.
Jetzt wurde der Anhänger an das Tor gesetzt, welches ich freigemacht hatte, um dort die WAB des Anhängers abzusetzen. Anschließend wurde der Anhänger unter die nebenstehende WAB gesetzt, um diese aufzunehmen. Anhänger wieder zur Seite gestellt, und dann meine zweite mitgebrachte WAB wieder aufgenommen, selbstverständlich erneut mit eingeklappten Stützfüßen, da die besagte Mulde ja noch immer da ist.
Das Absetzen dann in umgekehrter Reihenfolge: Hinten hochgepumpt, vorne komplett abgesenkt, um erstmal die hinteren Stützen auszuklappen, und dann vorne hochgepumpt, um nun auch noch die vorderen Stützen auszuklappen.
Durch diese Aktion hatte ich mal eben eine ganze Stunde mehr an Lenkzeit auf der Karte, und nach 3,5h vorheriger Fahrt logischerweise nun auch überzogen.
ABER: Anders wäre es nicht möglich gewesen, ohne mittels Kalaschnikov an Ort und Stelle erschossen zu werden!
Kunden wie diese sind es, die den Großteil der Überziehungen ausmachen … Danke nochmals an IKEA Dortmund in der Borussiastr. für diesen derben Eingriff in meine Tourenplanung, und den echt beschissenen örtlichen Bedingungen!
Ihr habt 4,5h Zeit, mich zu ent- und wieder beladen – warum zum Geier ladet Ihr vor??? Macht es Euch Spaß, kotzende Kraftfahrer zu sehen? Seit Ihr so im eigenen Job gefrustet, dass Ihr anderen auch noch das Leben schwer machen müsst?
Wie nicht anders zu erwarten, hatte meine Firma kein Verständnis für diese regelmäßigen Überziehungen – die stehen ja auch nicht vor Ort und müssen sich das Geseiere der Knalltüten reinziehen. Die müssen ja auch nicht täglich Parkplatzsuche betreiben.
Dann mache ich zukünftig eben genau das, was mir aufgetragen wurde: Wenn die Zeit nicht reicht, bleibe ich halt stehen, und winke aus dem Fahrerhaus meinen Kunden zu, während die am Trampeln sind. Ich befürchte nur, dass man so auf Dauer den Auftraggeber los wird …
OpenOfficeCalc und Nachtzuschlagberechnung
Heute mal wieder ein Beitrag, bei welchem ich gleich eine Frage und Bitte habe.
Und zwar:
Aufgabe: Nach Eingabe des Arbeitsbeginns und des Arbeitsendes in einer OpenOfficeCalc-Tabelle soll automatisch auf den bestimmbaren Stundenlohn der Nachtzuschlag (22-6 Uhr) von 25% und/oder 40% angezeigt werden.
Die Zeiten werden im Format “TT.MM HH:MM” mittels Querverweis aus anderen Tabellen geholt
Nachzuschläge werden wie folgt gewährt:
- Nachtarbeit muss mindestens 2 zusammenhängende Stunden betragen.
- Bei Arbeitsbeginn VOR 00:00 Uhr werden für die Zeit von 22-0 Uhr 25%, 0-4 Uhr 40%, 4-6 Uhr 25% gewährt.
- Bei Arbeitsbeginn NACH 00:00 Uhr werden für die Zeit von 0-6 Uhr 25% gewährt.
Ich habe jetzt drei Tage mit den verschiedensten Lösungsansätzen herumexperimentiert, aber irgendwie komme ich zu keinem Ergebnis, wie ich das mit einer überschaubaren Formel realisieren kann, und im Netz zu findene Vorschläge sind meist auf MS Excel gemünzt, welche unter OpenOfficeCalc nicht laufen.
Ich hoffe, hier lesen auch ein paar Tabellen-Spezies mit, die mir bei meinem Problem helfen können.
Wenn Stadtplaner und Architekten planen …
… kommen teilweise Gebäude dabei heraus, über welche man als LKW-Fahrer nurnoch heulen kann.
So darf ich morgen früh eine Ladestelle ansteuern, welche für einen Solo-LKW kein Problem darstellen dürfte, für Tandem- und Sattelzüge schon ihre Tücken bietet, für Drehkranzzüge jedoch nur noch Kotzen bedeutet!
Über rechts im 90°-Winkel mitsamt Anhänger von einer Hauptstraße in eine schmale “Garage” – das wird vermutlich in Sport ausarten, da man hier alle 20cm aus dem Bock springt und nach hinten flitzt um zu sehen, ob es schon irgendwo kratzt oder nicht.
Auch wird das vermutlich den einen oder anderen Bulettenkopp wieder die Zornesröte ins Gesicht treiben, da es nicht schnell genug geht, und man noch zwei oder drei mal aus der Zufahrt herauskommt, um den Zug zu korrigieren.
Ganz ehrlich, aber machnmal zweifle ich an der Qualität einer Berufsausbildung so manchen Berufes, wenn ich solche Ladestellen sehe!
Diesen Architekten würde ich gerne mal persönlich treffen wollen!
Berliner und Straßenverkehr – zwei Welten treffen aufeinander
Letzte Nacht war ich mal wieder mit dem LKW in Berlin unterwegs.
Leider musste ich zur späten Rushhour wieder raus, also 15km (in 60 Minuten!!!) quer durch die Stadt – einige der Situationen, welche andere vermutlich an den Rand den Wahnsinns getrieben hätten, konnte ich auf Video festhalten.
Ab und an hört man das Navi quatschen, welches sehr dicht neben der Kamera hängt – sorry für die Tonquali.
I love Berliner – die sind so schön dämlich.





