EnglishFrenchGermanItalianPortugueseRussianSpanish
Facebook

Archive
Suchen

Artikel-Schlagworte: „Actros“

Wenn die Milch im Fahrzeuginneren gefriert …

… wird es Zeit, dass Sibirien aus dem Fahrzeuginneren verbannt wird!

Derzeit haben wir draussen Temperaturen, welche absolut lebensfeindlich sind, die einem meist bei Kleinigkeiten übel treffen, die eigentlich selbstverständlich sind.

Selbst so Kleinigkeiten wie das Verstauen von Lebensmitteln im Innenraum eines LKW sollte bei diesen Temperaturen wohl überlegt sein.
So sind nicht nur die Aussenstaufächer absolut tabu (es sei denn, man hat tiefgefrorene Lebensmittel dabei), sondern auch das Schubfach unter der unteren Liege in einem Actros sollte man sich 3x als Lagerort für Lebensmittel wohl überlegen, denn auch dieses führt trotz Heizung im Inneren die sibirischen Aussentemperaturen, sodass so Dinge wie Milch plötzlich nurnoch als Lutschobjekt zu geniessen sind.

Dabei muss diese noch nichteinmal im Kühlfach liegen – nein, beim Actros reicht das Fach direkt daneben voll und ganz aus.

Beim Actros befindet sich direkt hinter der Schublade, in welchem sich das Kühlfach befindet, ein riesengroßes Loch in der Rückwandverkleidung, welches direkt mit einer Zwangsbelüftung nach aussen verbunden ist – im Sommer soll diese Öffnung wohl das Kühlfach in der Funktion unterstützen. Diese Öffnung ist jedoch sowas von lächerlich “abgedichtet”, dass man sich diese “Abdichtung” auch gleich ganz hätte sparen können!

Auf den unteren Bildern sieht man die Holzabdeckung zu diesem Fach, welche als Auflage für die Matraze dient, und dann auch die Lüftungsöffnung bei herausgezogener Schublade, und, wie ich dieses Loch abgedichtet habe. Die graue Matte habe ich mir seinerzeit bei einem Lüftungsbauer besorgt – sie dämmt und isoliert zugleich.

Zwar zieht es hier im Pisspott auch noch durch andere Ecken und Öffnungen, aber zumindest ist das Schlafen durch die ungesunde aufsteigende Eiskälte sowie das erste Füße aus dem Bett schwingen und dabei keinen Zug abzukriegen jetzt gewährleistet.

Daimler und die Kälte – 2 Welten treffen aufeinander

Der Actros ist einfach kein Winterauto!
Kaum setzen Temperaturen von unter -10°C ein, wird es der Standheizung schlichtweg zu kalt, und “friert ein”.
Grund: Diesel parafiniert bei Minusgraden, und diese Flocken verstopfen dann die Zuleitung zur Standheizung, bzw die kleine Pumpe schafft es dann nicht, den Diesel durch die hauchdünne Leitung zu pumpen.

Gut, man könnte jetzt sagen, “dann wärm den Diesel doch einfach auf, danach geht´s wieder”, was im Keime ja auch zutrifft, aber Daimler ist der Meinung, dass die Standheizung dann nicht mehr einzuschalten gehen darf, und der LKW erstmal in die Werkstatt ans Diagnosegerät muss!

Da fragt man sich doch ernsthaft nach dem Sinn einer Standheizung!!!
Daimler ist dieses Problem schon seit dem MP2 bekannt, aber durch die ganze Serie hindurch bis zum Ende des MP3 hat Daimler diesen Schrott weitergebaut.

Dabei wäre eine Abhilfe so einfach gewesen! Zu zeiten des MP2 war Biodiesel unheimlich beliebt, da er günstiger war als herkömmlicher Diesel – dementsprechend war die Standheizung immer mit einem 10Liter-Zusatztank ausgestattet, denn die Standheizung verträgt keinen Biodiesel. Man hätte lediglich einen solchen Zusatztank in die Nähe der Abgasanlage/der Kühlanlage des Motors verbauen brauchen – nie wieder parafinierter Diesel und versagene Standheizungen! Aber das wäre ja zu einfach gewesen – ausserdem hätte es bedeutend weniger Einnahmen durch den Service bedeutet – nein, Fahrerfreundlichkeit ist da definitiv nicht erwünscht.

Dann ist da diese Schubalde, in welcher sich das Kühlfach befindet.
Das Kühlfach funktioniert genauso wie ein Kühlschrank zuhause, also mit einem Kompressor und einem Wärmetauscher.
Kloppt Ihr zuhause ein Loch in die Wand, damit der Wärmetauscher auf der Rückseite kühle Luft bekommt??? Nein? Daimler schon!
Direkt unter der Liege ist die größte Kaltklimazone des ganzen LKW – aus jeder Ritze zieht es saukalt herein – selbst durch die Matratze steigt die Kälte hoch.
Hier hätte man ganz easy eine Klappe einbauen können, denn im Winter braucht das Kühlfach definitiv keine externe Luftzufuhr! Aber so verstopft man das (ausgeschaltete) Kühlfach mit Klamotten, und stellt seine Füße auf eine Fleece-Arbeitsjacke, um der Kälte von draussen entgegen zu wirken.

Auch das EBS (elektronisches Bremssystem) ist einfach nur ein Witz!
Kann man bei jedem anderen Hersteller von Nutzfahrzeugen das EBS im Winter deaktivieren, ist es bei Daimler fest und nichtdeaktivierbar im System integriert. EBS bedeutet, dass bei softigem Bremsen NICHT die Betriebsbremse genutzt wird, sondern zuerst Zusatzbremssysteme wie der Retarder greifen, welche lediglich die Antriebsachse eines LKW bremsen – das ist auf vereisten Straßen höchst fatal!!!

Daimler, ein “Auto” zum Abgewöhnen – da hilft auch der Stern im Kühlergrill nicht weiter!!! Ich habe keine Ahnung, was andere Fahrer an diesem Pisspott so toll finden – das Teil ist unverhältnismäßig laut, absolut schweinisch im Verbrauch, hat eine total hirnrissige Automatik, es ist voll die STASI-Kiste (da alles an Daimler direkt übermittelt wird), und ist absolut idiotisch geplant und durchdacht!

ECO-Drive = Economy???

Der Pisspott namens Mercedes-Benz Actros, welchen ich auf’s Auge gedrückt bekommen habe, hat ein sogenanntes “ECO-Drive”-System in Verbindung mit einer Vollautomatik, welche jedoch auf einem hundsgewöhnlichem Schaltgetriebe basiert, jedoch ohne Kupplungspedal. leider.

Der Scania hatte ein 6-Gang-Schaltgetriebe (m. Splittung und Gruppen), der Actros lediglich 12 einfache Gänge, welche vermutlich auch auf einem 6-Gang-Getriebe mit 2 Gruppen basieren, also eigentlich relativ vergleichbar, mal von der automatischen Kupplung abgesehen.

Den Scania habe ich unter Volllast und voller Ausladung im Schnitt mit 28-30 l/100km bewegt – das heute erstmalige Nachtanken des Actros brachte eine böse Überraschung: 35 l/100km !

Sportliche 5 L auf 100 km mehr! :!!!terror:

Jeder, der bereits den Part “wirtschaftliches Fahren” des Berufsqualifizierungsgesetzes besucht hat weiß, dass ein Zurückschalten auf Biegen und Brechen beim Bremsen vermieden werden soll – Mercedes ist da anderer Meinung! Bei jedem Bremsmanöver schaltet das Getriebe froh und munter die Gänge herunter. :? ???vogel:

Auch ist eigentlich jedem bekannt, dass ein bergab rollendes Fahrzeug durch den Eigenschub nicht einen Tropfen Treibstoff verbraucht, wenn der Motor eingekuppelt bleibt – Mercedes jedoch kuppelt automatisch aus, sodass der Motor im Standgas laufen muss. :? ???kloppe:

Jeder lernt in der Fahrschule, dass man zügig hochbeschleunigen soll – Mercedes haut einem bei 70 km/h bereits den größten Gang herein, überspringt mal eben einen Gang, sodass sich der Motor so richtig hochquälen muss. Im Stadtverkehr dreht der Motor bei Konstantfahrt im 11. Gang bei 1.000 Umdrehungen – ein Beschleunigen hat erstmal eine Schaltorgie zur Folge, da der Motor so ziemlich genauso elastisch ist wie Eisenstange. :? ???box:

An der kleinsten Steigung geht dem Bock die Puste aus, was bei Drehzahlen um die 1250 Umdrehungen auch nicht wirklich verwundert, aber zurückgeschaltet wird erst bei 70-75 km/h. :? ???kotz:

Jetzt mal ehrlich, was ist daran bitteschön ECO??? :? ???wall:

In der vorherigen Firma mit den gleichen LKW, jedoch mit Kupplungspedal, habe ich diesen mit maximal 29-31 L/100km bewegt, und da war schon mein Lieblingskunde geladen…. :!: