Archive
Links:

Artikel-Schlagworte: „Partei“

Manchmal einfach nur kindisch!

Die Bundestagswahlen sind vorbei, bei uns auch die Landtagswahlen und der ungültige Landesparteitag, und schon geht die Profilierung einzelner los!

Da streitet man sich, ob eine Mailingliste mit einem Forum synchronisiert werden soll, als Zwischenergebnis kommt ein “nein”, ein AGler der Bundesebene kann damit nicht leben und tritt dieses Thema erneut los…

Nun wird wohl noch eine weitere Mailingliste erstellt – allgemein für Brandenburg und zusätzlich zur ersten allgemeinen versteht sich – welche dann doch mit einem Forum synchronisiert werden soll. *kopfkratz*

Die Mitglieder dieser Partei haben bis dato keinerlei Ausweise o.ä. – anstatt hier jetzt wie auch in anderen Parteien ein kleines Parteibuch zu führen, wollen sie einen schicken hochmodischen Ausweis im Scheckkartenformat – man muß ja schließlich jedem auf die Nase binden können, dass man anders ist.
Da wird kluggeschissen über das Design, über Angaben zum angehörigen Landesverband/Kreisverband, über Geburtsdatum oder nicht, über Layout, über Mitgliedsnummern und und und

Echt, manchmal ist das alles einfach nur kindisch!
Anstatt sich auf wichtige Dinge zu konzentrieren, werden zahlreiche Mailinglisten eröffnet, hirnrissige Diskussionen geführt, und über einen hypermegacoolen Ausweis debattiert, der bei der kleinsten Änderung gleich seine Gültigkeit verliert und neu gedruckt werden muss  *nochmalkopfkratz*

Sagt man was dagegen, schreit einer lauter als der andere um seinen Lolly.

Kindergarten…!

Beeindruckt! Oder auch nicht!

Wer mich und mein altes Blog (srbg.de) kennt, weiss, dass ich bezüglich der Strausberger Altstadt nicht gerade gute Worte übrig habe, da man hier als Anwohner (ich meine ausnahmsweise mal nicht die Bekloppten aus der Georg-Kurtze-Str) weder die Wohnqualität bekommt, welche laut Mietspiegel zu erwarten wäre, noch an Sonn- und sonstigen Ruhetagen zur Ruhe kommt – im Ghetto Hegermühle haben wir damals ruhiger und qualitativ höherwertiger gelebt, und so ganz nebenbei auch noch günstiger, da der Mietspiegel hier an den tatsachen orientiert ist, anders in der Großen Str.

Auch die Parkplatzsituation (in Verbindung mit dem Politessenwahnsinn) stimmt alles andere als zufrieden.

Nun liegt heute ein Fragebogen im Briefkasten!

Befragung zum Thema: “Was müsste zur weiteren Entwicklung der Strausberger Altstadt verändert werden?”

Ausgangspunkt: Viele sagen, dass sie mit dem gegenwärtigen Zustand und mit der Entwicklung in der Altstadt nicht zufrieden sind, aber es gibt zur zeit sehr unterschiedliche Meinungen, was man konkret tun müsste.

Aus diesem Grunde möchten wir Sie bitten, die folgenden Fragen aus Ihrer persönlichen Sicht zu beantworten, damit wir als Stadtvorstand und als SVV-Fraktion der Partei Die Linke in Strausberg in die Lage versetzt werden, Schlussfolgerungen für die weitere kommunale Arbeit daraus abzuleiten.

Hört sich ja erstmal nicht schlecht an, endlich mal zumindest eine Nachfrage bei den Bürgern!
Auf dem Fragebogen sind 6 Fragen notiert welche man mit Ja/Nein, wenn ja welche beantworten kann.

Die erste Frage:

Sind Sie für das Einrichten einer Fußgängerzone in der Großen Straße? Wenn ja, in welchem Abschnitt?

Die zweite Frage:

Sind Sie für veränderte Verkehrsregelungen für den Kfz-Verkehr in der Altstadt? Wenn ja, welche?

Die dritte Frage:

Sind Sie für veränderte Verkehrsregelungen für den Fahrradverkehr in der Altstadt? Wenn ja, welche?

Die vierte Frage:

Sind Sie für eine Veränderung der Parkordnung in der Altstadt? Wenn ja, welche?

Die fünfte Frage:

Was müsste nach Ihrer Meinung vor allem getan werden, um den Einzelhandel, die Gastronomie u. a. zu verbessern, damit die Altstadt noch anziehender für die Einwohner und auch für auswärtige Besucher wird?

Die sechste Frage:

Bitte unterstreichen Sie noch, was für Sie zutreffend ist: Ich bin Gewerbetreibende(r) in der Altstadt, Einwohner in der Altstadt, Strausberger Einwohner außerhalb der Altstadt, wohnhaft außerhalb von Strausberg.

Die Schlußnote:

Wir bedanken uns für die Beantwortung der Fragen und möchten Sie bitten, Ihre Antworten bis zum 15. März 2008 an den Linkstreff in 15344 Strausberg, Wallstr. 8, zu senden bzw. diese einfach dort abzugeben. Die Auswertung ist in der ersten Woche des Monats April 2008 vorgesehen.
Arbeitsgruppe “Altstadtentwicklung” der Partei Die Linke Strausberg

Nachdem ich nun den ganzen Zettel mehrmals durchgelesen habe, bin ich der festen Überzeugung, dass hier die Antworten durch den Gewerbeverein Strausberger Altstadt bereits vorformuliert sind!
Keine Frage an die Anwohner, ob diese das überhaupt möchten, dass hier noch mehr Durchlauf stattfindet! Keine Frage, ob die mit dem Gewerbe in der Altstadt überhaupt glücklich sind!

Dennoch hier mal meine Antworten:
zu 1) Fußgängerzone definitiv nicht, aber eine Spielstraße.
zu 2) Mal überlegen….hmmm….da hier alles ohne Sinn und Verstand fährt, Verkehrsregeln eh nicht beachtet werden….hmmm….ja, doch, ein neues Auto könnte mir gefallen! Ändert ruhig mal wieder die Vorfahrtsregelungen in der Altstadt!
zu 3) Laßt die Fahrräder ruhig Fahrräder sein – allerdings wären Sperrbügel auf dem Gehweg nicht schlecht, damit diese wieder auf der Straße fahren, und einem NICHT auf dem Gehweg die Eier abrasieren!
zu 4) Auf jeden Fall! Anwohner dürfen ganztägig mit Ausweis auf der Großen Str. parken – alles andere kann sich auf den Stellflächen Müncheberger Str., Jungfernstr., Lindenplatz etc stellen! Das ist mein voller Ernst!
zu 5) Nichts! Hier ist bereits genug Action angesagt! Vielmehr sollten gewisse Gastronomen mal daran erinnert werden, dass auch für sie gewisse Sperrzeiten gelten!
Außerdem sind Sonntage gesetzliche Ruhetage, genauso wie alle anderen Feiertage – es gibt genügend Örtlichkeiten in Strausberg, wo die Anwohner nicht über Gebühr mit irgendwelchen Veranstaltungen belästigt werden, also bitte keine Feste mehr in der Großen Straße!
zu 6) Einwohner der Altstadt – einer der Deppen, welcher ständig von den Gewerbetreibenden dieser Altstadt mit idiotischen Aktivitäten drangsaliert wird.

Ob ich diesen Zettel nun wirklich ausfülle, wage ich zu bezweifeln, denn mit einem solchen stümperhaften Fragebogen kann (und will) man offensichtlich nichts zugunsten der Anwohner verändern – die nutzniessende Zielgruppe ist doch wieder einmal das Gewerbe…..